Dachsanierung Markthallen Sendling

Die Markthalle 3 des Münchner Großmarktes:
Sanierung bei laufendem Betrieb

 

Markthalle mal drei

Bei der Dachsanierung der Markthalle 3 des Münchener Großmarktes kam ein Sanierungssystem von Kalzip zum Einsatz. Die schnell installierbare und unkomplizierte Lösung überzeugte die Betreiber, auch die anderen Hallen zu sanieren.

Hochbetrieb herrscht in diesen Hallen auch schon lange vor Sonnenaufgang

Großmarktflair seit 1912

Im Münchener Stadtteil Sendling herrscht seit über 100 Jahren reges Treiben auf dem Gelände des Großmarktes. Das inzwischen 310.000 m2 große Areal nahe der Isar beherbergt neben Verwaltungsgebäuden, Kontor-, Kühl- und Lagerhäusern sowie einer Gärtnerhalle noch immer die vier historischen Großmarkthallen, mit denen 1912 einer der größten Umschlagplätze für Obst und Gemüse in ganz Europa eröffnet wurde.

Halle an Halle reiht sich in München Sendling auf dem Großmarkt

Sanierung mit Hindernissen

Nach damaliger Bauweise erfolgte nach dem zweiten Weltkrieg die Instandsetzung der zerstörten Dächer mit Bimsdielen als Tragwerk. Mit verzinkten Stahlblechen konnte funktional ein flach geneigtes Dach errichtet werden. Mittlerweile stellte sich aber, vor allem bei Halle 3 deutlich erkennbar, auch diese Lösung als nicht mehr zweckmäßig heraus. An vielen Stellen war die Dachhaut verrostet und die Bimsbetondielen marode und nicht mehr belastbar.

Das Architekturbüro BH Architekten aus München wurde beauftragt, Umbaupläne für eine unkomplizierte Lösung zu erstellen. Der Hallenbetrieb sollte während der Sanierungsarbeiten möglichst uneingeschränkt weiterlaufen. Die mangelnde Tragfähigkeit des Dachstuhls hätte die Belastung durch Umbauarbeiten oder Neueindeckung nicht ausgehalten. Ein Fachberater von Kalzip hat die Planer mit dem Einsatz des Vario LB-Systems als Lösungsvorschlag überzeugt.

Der Zustand der Dächer ist nicht mehr tragbar, im wahrsten Sinne des Wortes

Metall statt Bimsbeton

Die Herausforderung bestand darin, eine Konstruktion zu finden, welche die Bimsdielen vollständig entlastet, ohne diese abbrechen zu müssen. Letztlich wurde entschieden, das Gebäude um eine hölzerne Auflagerkonstruktion zu erhöhen und als neues Tragwerk einen Metalldachstuhl zu errichten. Diesen Auftrag setzte der Fachbetrieb für Metallbedachungen Binder und Sohn aus Ingolstadt fachgerecht um.

Um die im Gebäudeinneren arbeitenden Händler vor eventuell herunterfallendem Bimsabbruch zu schützen, zogen die Fachhandwerker zunächst eine Trapezblechlage unterhalb der Bimsbetondielen ein. Außen entfernten die Spengler die alte Metalldachdeckung und brachen die Bimsbetondielen an beiden Walmdachflächen ab. In klassischer Zimmermannsarbeit errichtete das Team schließlich eine über dem alten Tragwerk erhöhte hölzerne Auflagekonstruktion. Eine Behelfsdeckung sorgte während der Arbeiten für eine regeneintragssichere Schicht.

Die Umbauarbeiten bei laufendem Betrieb

Neues Dach in Leichtbauweise

Mit einem System aus Aluminium von Kalzip konnte der Gesamtaufbau mit deutlich weniger Gewicht als zuvor realisiert werden. Das innovative System Vario LB erlaubte es, die Montagearbeiten einfacher zu gestalten: Statt der üblichen Stahlwinkel wurde ein Pfettenschuh auf die hölzerne Konterlattung montiert. Als Traglattung kamen die systemzugehörigen Rohrpfetten aus Aluminium zum Einsatz, an deren Oberseite auf einem Drehklipp die üblichen Befestigungspunkte für die Profiltafeln installiert wurden.

„Die Rohrpfetten haben ohne weiteres die Spannweiten zwischen den Konterlatten überbrückt. Außerdem sind die einzelnen Komponenten des Systems sehr flexibel in ihrer Ausrichtung und Kombination, wodurch wir einfach nach Baukastenprinzip so arbeiten konnten, wie wir es brauchten“, sagt Thomas Binder, Geschäftsführer des Metallbedachungsbetriebs Binder und Sohn.

Logistische Hindernisse

Da der Betrieb der Großmarkthallen nahezu uneingeschränkt weiterlief, fuhren schon früh morgens Transporter palettenweise Lebensmittel über das Gelände. Eine Anlieferung von Baustoffen vor der Mittagszeit war kaum möglich. Auch eine Zwischenlagerung des Baumaterials ließ die Situation nur schwerlich zu.

Die ersten Markthalle mit neuem Dach, die angrenzenden Hallen sind schon in Vorbereitung

Auf drei folgt zwei

Bereits nach zwölf Wochen wurde die Sanierung der etwa 1.700 m2 großen Dachfläche der Großmarkthalle abgeschlossen. Zu Beginn der Arbeiten im Mai 2021 war zunächst nur Halle 3 in Planung. Während dessen stellte sich heraus, dass die Dächer der beiden anderen Hallen ebenfalls sanierungsbedürftig waren. So beschlossen die Betreiber, auch Halle 2 noch im gleichen Jahr und das der Großmarkthalle 4 ab April 2022 neu decken zu lassen – überzeugt von der Arbeit des Teams von Binder und Sohn sowie vom Baukastensystem von Kalzip.

 

 

Über Kalzip
Kalzip® vertreibt und produziert Dach- Fassadenprofile aus Aluminium für die Bereiche Industriebau, Freizeitanlagen/Sportstätten, Transportwesen und Wohnungsbau. Weltweit beschäftigt die Kalzip Gruppe 160 Mitarbeiter und ist auf nahezu allen Regionen der Erde vertreten. Seit Oktober 2018 ist Kalzip ein Unternehmen der Donges Group. Die Donges Group ist führender Anbieter für Brücken- und Stahlbau sowie Dach- und Fassadensysteme in Europa. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Marken Donges SteelTec GmbH, FDT GmbH & Co. KG, Kalzip GmbH, Nordec OY und Permasteelisa España Donges Group SA und beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter in 14 Ländern.

 

 

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