Konstruktion der Extreme

Der Unglücksreaktor in Chernobyl ist sicher verschlossen. Wir bauen und sanieren eben nicht nur Schulen und Kindergärten, sondern mit der neuen Schutzhülle auch den havarierten Reaktor in Chernobyl für die nächsten 100 Jahre.

Herausforderungen sind für das Unternehmen Kalzip nichts Neues, denn unsere Einsatzgebiete erfordern häufig individuelle Lösungen. Auf die meisten Anforderungen haben wir mit unseren ausgereiften Produktsystemen deshalb passende Antworten, weil wir besondere Technologien und Konstruktionen aus den Spezial-Projekten erfolgreich in unsere Serienproduktion adaptieren und dort zum marktreifen Standard machen. Das nicht zuletzt auch auf Basis unserer eigenen Maschinenfertigung, in der wir für den Produktionsprozess selbst entwickeln und produzieren.

Dank unseres Knowledge-Transfers in die Serienprodukte schützt der Sarkophag nicht nur den Reaktor in Chernobyl.

Ähnlich wie man es also aus der Formel Eins oder der Raumfahrttechnologie kennt, entwickeln wir in einigen Fällen Material, Konstruktionen oder Systemanwendungen für extreme Bedingungen. Und das gewonnene Wissen fließt dann später in viele unserer Produkt-Bereiche mit ein. So kann das kürzlich mit dem Plus-X-Award ausgezeichnete Produktsystem für die Sanierung »Vario LB« mit vielen Komponenten der Chernobyl-Anwendung trumpfen. Und genau von diesen Synergien profitieren Architekten, Bauherren und Auftraggeber für öffentliche Gebäude wie Kitas und Schulen oder gewerblich genutzte Immobilien – Know-How aus extremen Anwendungen für internationale Sportstadien, Flughäfen oder sogar dem neuen Sarkophag für Chernobyl machen das Gebäudeprojekt vor Ort langlebiger und nachhaltiger.

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Anspruchsvoll waren in Chernobyl nicht nur die technischen Parameter

Natürlich sind die Zahlen und Fakten rund um die neue Schutzhülle von Chernobyl beeindruckend und lassen erkennen, welche technologische Höchstleistung von allen Beteiligten notwendig war, um das bis

dato »größte mobile Bauwerk der Welt« zu realisieren. Aber dieses Projekt forderte auch auf ganz andere Art und Weise. Allem voran natürlich die Skepsis gegenüber der Strahlenbelastung auf der Baustelle. Schließlich fanden die Montagearbeiten in unmittelbarer Nähe des Reaktors statt. Bedenken, die durch größte Schutzmaßnahmen und Aufklärungsarbeit weitgehend beigelegt werden konnten. Aber auch die äußerst aufwendige Koordination vor Ort war neu. Als Teamplayer waren wir uns der großen Verantwortung bewusst, die wir in diesem Projekt eingenommen hatten und trugen unseren Teil in diesem internationalen Konsortium bei.

In Summe erhält auch das Thema Nachhaltigkeit hier eine völlig andere Dimension. Während die ökologische Perspektive von unseren Auftraggebern üblicherweise auf Materialparameter, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit fokussiert, spielen im Chernobyl-Projekt plötzlich auch Fertigungsqualität, Langlebigkeit und Stabilität eine Rolle.

Die Reaktor-Schutzhülle hat uns gefordert – aber nicht in Bereichen, die für uns Neuland waren. Vielmehr haben wir Kompetenzen unter Beweis stellen dürfen, die ohnehin eine wichtige Rolle unserer Unternehmenskultur und Produktqualität ausmachen. So konnten wir extreme Anforderungen in extrem gute Serienprodukte einfließen lassen.

Weitere Projekt-Informationen finden Sie hier in der Projektbeschreibung.