KALZIP – „Denmark Hill Station“

Der erste CO2 – neutrale Bahnhof Europas.

Das KALZIP gerne an internationalen, architektonischen Superlativen beteiligt ist, ist bekannt. Das sie sich darauf spezialisiert haben, denkmalgeschützte, öffentliche Gebäude nachhaltig, modern und effizient zu sanieren, auch.

Aber die Modernisierung des ersten CO₂ – positiven Bahnhofs in Europa war auch für KALZIP etwas Besonderes.

 

Das Dach des alten, viktorianischen Gebäudes im beliebten Süden Londons wurde auf 260m2 mit dem schon oft bei Sanierungen historischer Gebäude verwendeten AluPlus Solarpaneelen-System von KALZIP modernisiert, denn nur die schnelle Montage dieses vielfach erprobten Systems ließ die planenden Architekten den eng gesteckten Zeitplan einhalten.

Das verwendete AluPlusSolar – Aluminiumprofil ist außerdem sehr leicht (3,3 kg/m2), leistungsstark (35kWp) und hat einen sehr geringen Wartungsaufwand, was wiederum das Gebäude über die gesamte Lebensdauer wirtschaftlich äußerst effizient macht.

 

Die Sanierungsarbeiten begannen im Sommer 2020, der größte Teil des erforderlichen Materials wurde aber erst eine Woche vor Ablauf der Weihnachts-Deadline auf die Baustelle geliefert.

Den bürokratischen Denkmalschutz – Hürden und die Abstimmung mit den lokalen Planungsbehörden kosten ebenfalls immer viel Zeit und so konnte nur die schnelle und einfache Montage des AluPlusSolar – Systems einen Projektabschluss im gesetzten Zeitrahmen sicherstellen.

 

Wieder einmal sind es die flexiblen und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der KALZIP – Aluminiumprofiltafeln, die dazu geführt haben, dass ein weiteres internationales Bauprojekt erfolgreich, pünktlich und effizient abgeschlossen werden konnte.

Daher hat dieses Projekt auch völlig zurecht den jährlichen KALZIP-Award als bestes Dach in der Kategorie „Dachkonstruktionen unter 1500 m2“ gewonnen.

Mit Bedacht bedacht. KALZIP.

 

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KALZIP – „U Bahn Grossreuth Nürnberg“

Der Himmel unter der Erde.

Normalerweise muss man den Blick eher nach oben richten, um die Arbeit von Kalzip wahrzunehmen, doch bei der neuen Endhaltestelle der U-Bahnlinie U3 in Nürnberg ist das anders.

Im Rahmen städtebaulicher Rahmenplanungen soll der Nürnberger Stadtteil Großreuth bei Schweinau langfristig nachverdichtet werden – und dieser Prozess begann mit dem Bau einer U-Bahnstation, die Ende 2020 in Betrieb genommen wurde. Bei Betreten der Station fällt dem Besucher direkt auf, dass diese Station anders ist als andere U-Bahnstationen. Durch Lichtkuppeln erreicht Tageslicht den Bahnsteig, abends macht die Beleuchtung auf die Station aufmerksam.
Hier findet man keine verschmutzten Fliesen in verschiedenen Formen und Formaten, hier ist es nicht dunkel – hier begrüßt ein 750m2 großer, mit einzelnen Wolken bedeckter, blauer Himmel die Passagiere.

Himmlische Verlegetechnik und vorrausschauende Planung.

Da es sich bei dem Motiv um reale, hochauflösende Fotografien handelt, bestand die besondere Herausforderung bei diesem Projekt darin, einen detailgetreuen Verlegeplan mit Positionsnummern zu entwickeln, der es der ausführenden Firma ermöglicht, die im Vorfeld beschichteten Aluminium-Profiltafeln verwechslungsfrei zu montieren.

Bei der Modellerstellung zur Bemusterung wurde festgestellt, dass auch die Seitenränder der Aluminiumprofile ebenfalls mit dem Motiv beschichtet werden müssen, damit sich die Fugen möglichst unauffällig in das Gesamtbild einfügen. Mit Hilfe eines Mapping-Verfahrens wurde dann der genaue Beschichtungsplan mit leichter Überlappung erstellt, erfasst und katalogisiert.

Um Ungleichheiten auszugleichen und den Gesamtaufbau gering zu halten, wurden Rasterklickschienen montiert, die auch das einfache Austauschen beschädigter oder verschmutzter Profiltafeln ermöglichen. Da auch örtliche Brandschutzvorgaben eingehalten werden mussten, wurde bei der Montage der Profiltafeln auf sämtliche Kunststoffteile und -Inlays verzichtet und auch die Sogwirkung eines mit hoher Geschwindigkeit vorbeifahrenden Zuges wurde berücksichtigt.

Kalzip hat damit wieder einmal ein zukunftsorientiertes und richtungsweisendes Konstruktionsprojekt abgeschlossen, an dem sich, aufgrund der nachhaltigen Konzeption, die Fahrgäste noch lange erfreuen werden und das als gelungenes Beispiel für eine zukunftsorientierte Städteplanung dienen kann.

Mit Bedacht bedacht. KALZIP.

 

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KALZIP – „Predikherenkloster in Mechelen“

EIN KLOSTER IM NEUEN GEWAND

Im Jahre 1652 wurde den im belgischen Mechelen ansässigen Dominikanermönchen, den Predikheren, gestattet, ein Kloster und eine kleine Kapelle zu errichten. Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle dann zu einer großen Kirche ausgebaut, die noch heute an die ehemaligen Klostermauern angrenzt. Mittlerweile gehört das denkmalgeschützte Gebäude der Stadt. Mit einer groß angelegten Instandsetzung beginnt nun ein neues Kapitel für das 370 Jahre alte Gebäude, indem klassisches Aussehen, neue Nutzung und nachhaltige Energiegewinnung über ein Solardach vereint werden.

 

Denkmalschutzauflagen und Photovoltaik…geht das?

Eine große Herausforderung bei der Sanierung und Modernisierung historischer Gebäude ist die Erhaltung der historischen Gebäudestrukturen und die Erfüllung der Denkmalschutzauflagen. Die Kirche befand sich in einem desolatem Zustand. Schäden an Fassade und Dacheindeckung ließen Wasser eindringen und das Gebäude somit instabil werden. Um die Denkmalschutzauflagen zu erfüllen, wurde eine metallene Stehfalzeindeckung aufgebracht, die es ermöglicht, eine Photovoltaikanlage modular zu installieren, ohne die optische Wirkung des historischen Gebäudes zu beeinträchtigen. Das dachintegrierte AluPlusSolar-System von KALZIP erfüllt und übertrifft genau diese Anforderungen, da die sehr flachen Solarmodule schon im Werk aufgeklebt werden und nicht nachträglich auf das Dach aufgeklemmt werden müssen.

Das Gemäuer und die Fassade wurden gereinigt und restauriert, aber bei der Bedachung entschied man sich daher für einen flächendeckenden Ersatz. Da sich direkt unter der Dachstuhlkonstruktion die sensiblen Gewölbe der Kirche befanden, wurde der Dachstuhl zuerst mit neuen Holzbalken verstärkt und gedämmt, damit das Gebäude während der Bauarbeiten vor Regen geschützt war. Nachdem Fachhandwerker das alte Dach bis auf den noch intakten, metallenen Dachstuhl entfernt hatten, wurden zunächst die systemzugehörigen Verbundklipps auf dem Dach installiert und eine mineralische Dämmschicht angebracht, die das Gebäude nachhaltig isoliert. Im finalen Schritt wurden die Profiltafeln verlegt, die auf der nach Süden gerichteten Dachfläche von den Dachdeckern mit den vorinstallierten Stehfalzprofilen der Solarmodule montiert wurden.

 

Unauffällig, leistungsstark und witterungsfest.

Die montierten AluPlusSolar – Profiltafeln sind mit AluPlusZinc Dark beschichtet, damit sie sich unauffällig in das ebenfalls Gesamtbild der insgesamt 500m2 großen Dachfläche einfügen. Insgesamt wurden 180 hoch effiziente Solarmodule auf einer Fläche von 160m2 verbaut, die eine Leistung von etwa 21,6kWp erbringen. Da bei dem verwendeten Kalzip-Profil 50/444 die Verschaltung der Module auf der Rückseite erfolgt, ist das ganze Jahr über ein hoher Witterungsschutz garantiert, ein wichtiger Punkt bei historischen Sanierungsobjekten.

Das Aluminiumprofil ist zudem deutlich leichter als andere Dacheindeckungen, das vereinfacht die Handhabung und Verarbeitung deutlich. Das neue Gewand ist somit nicht nur nachhaltig, fast wartungsfrei und effizient – es stellt auch sicher, dass das alte Predikherenklooster noch lange für uns und nachfolgende Generationen als stummer Zeitzeuge erhalten bleiben wird.

 

Mit Bedacht bedacht. KALZIP.

 

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KALZIP – „Pavilion Scheveningen“

Architektur am Scheveningener Ufer

 

Die Vision:

Der holländische Küstenort Scheveningen ist ein international berühmtes Urlaubsziel und das größte und beliebteste Seebad der Niederlande. Mit seinen kilometerlangen Stränden und der 2015 komplett renovierten Strandpromenade ist der Ort zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Der holländische Architekt Wim de Bruijn hat dort einen einzigartigen Pavillon entworfen, dessen Design und Funktionalität seinesgleichen sucht. 2021 wurde er eröffnet.

Das eindrucksvolle Gebäude am Ende des Noordboulevards, also buchstäblich direkt am Strand„vereint die elegant geschwungen Formen des Morales-Boulevards mit den Wellen und Muscheln am Strand, still und eingefroren in einer weißen Komposition aus Stahl und Glas.“, sagt de Bruijn über die Ikone des neuen Boulevards. Zuerst schien es unmöglich, die Dachform des Drahtmodelles zu realisieren, doch das perfekte Zusammenspiel eines großen Teams von Spezialisten machte es möglich.

Technik:

Die Grundlage für die außergewöhnliche 3D-Dachform bilden Profiltafeln, die aus Kalzip-XT Profilen bestehen. Durch eine höhenverstellbare Rohrkonstruktion konnte man den vorgesehenen Konturen des Stehfalzdaches folgen. Das führte dazu, dass alle Profiltafeln unterschiedlich in der jeweiligen waren. So musste zu jederzeit dem von Kalzip erstellten Verlegeplan gefolgt werden – ohne Kompromisse. In Kombination mit der facettierten Stahlunterkonstruktion des Stehfalzdaches konnte auf diese Weise ein Bauwerk geschaffen werden, das jegliche Lärmbelästigung von innen nach außen verhindert und sich den Windbewegungen des Standortes anpasst.

Ein wichtiger Punkt bei den Planungen, denn der Pavillon liegt genau an der Schallstelle von Strand und Boulevard (von Stein zu Düne). Die runde Form des Pavillons und das Aluminiumdach machen das Bauwerk aus allen Richtungen zu einem Blickfang.

Nachhaltigkeit:

Das Gebäude besteht aus einem Untergeschoss, einem Erdgeschoss mit Terrasse und einem ersten Stock mit einer weiteren Terrasse, für die das Dach quasi ‚ausgeschnitten‘ wurde. Damit wurde ein erhöhter, beeindruckender Blick auf Strand und Boulevard ermöglicht. Aber auch der Innenraum bietet durch die Isolierglasfassade eine fantastische Aussicht und wird durch das Tageslicht fast komplett autark beleuchtet.

In Kombination mit der zweifachen PIR – und Glaswolledämmung des Daches wird so ein Dämmwert von Rc=6 erreicht, ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz des Gebäudes. Das verwendete Aluminium gilt als nachhaltiges Metall, da es aus recyceltem Material hergestellt wird und eine sehr lange Lebensdauer hat. Der Energiebedarf des Gebäudes wird weitestgehend von Sonnenkollektoren gedeckt, die sich in anderen Bereichen des Boulevards befinden und mit dem Pavillon verbunden sind.

Teamwork:

Um dieses ästhetisch und technisch außergewöhnliche Ergebnis erzielen zu können, haben das Architekturbüro Wim de Bruijn, Felspartner B.V. (Kalzip PremiumPartner) und Kalzip von Beginn an eng zusammengearbeitet. Jeder konnte seine spezifischen Kenntnisse und Kompetenzen schon in der Vorplanung am 3D-Modell miteinbringen. Auch die komplexen Bauarbeiten am Strand erforderten jederzeit eine enge Kommunikation und eine reibungslose Koordination der Aktivitäten. Das eindrucksvolle Ergebnis ist ein modernes und nachhaltiges Gebäude, das sich durch sein unverwechselbares Design perfekt in seine Umgebung einfügt und Meer, Strand und Wasser durch moderne und zeitgemäße Architektur miteinander verbindet.

Kalzip – There’s no way to do it better.

 

 

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KALZIP – „Mariendorfer Damm, Berlin“

EIN GRÜNES DACH ÜBERM KOPF

Wer heutzutage neuen Bürokomplexe schafft, muss viele Anforderungen erfüllen. Modern muss er sein, freundlich und hell natürlich auch, zeitgemäßes Architekturdesign und passende Infrastruktur versteht sich von selbst.

Doch das Wichtigste jetzt und in Zukunft ist Nachhaltigkeit

Für den neuen Büro- und Geschäftshauskomplex am Mariendorfer Damm wurde deswegen der Dachkonstruktion besondere Beachtung geschenkt. Herausgekommen ist eine knapp 1700m2 große, bepflanzbare Dachfläche, die nicht nur der fortschreitenden, urbanen Bodenversiegelung entgegenwirkt, sondern mit der autark gedeihenden Sedum-Bepflanzung auch vielen heimischen Insekten Nahrung und Schutz bietet.

Die vielfältigen Möglichkeiten eines Stehfalzdaches

Möglich gemacht hat das ein Stehfalzdach von Kalzip.
Das eingesetzte System ‚NaturDach‘ von Kalzip hat die Architekten durch seinen einfachen, systemkompatiblen Aufbau und seine hervorragenden Wärme- und Schallschutzwerte überzeugt.

Als separates Komplettpaket angeliefert, konnten die Fachhandwerker das Naturdach modular direkt auf die Kalzip-Profiltafeln errichten. Das macht das Dach dauerhaft durchwurzelungs- und durchfeuchtungssicher – und die Arbeit der Handwerker schnell und wirtschaftlich.
Aber nicht nur der Grundriss und Querschnitt des Gebäudes unterscheiden sich von anderen Projekten dieser Größenordnung. Im Baustil wurden Holz – und Stahlbau miteinander kombiniert. Auf dem Dachstuhl wurden eine OSB-Schalung und eine Dampfsperre verlegt und im weiteren Verlauf Verbundclips installiert.

Durch den schmalen Aufbau der Verbundclips ist eine flächendeckende Isolierung mit mineralischer Wärmedämmung gewährleistet und sichergestellt, dass keine Wärmebrücken entstehen. Auf vorgefertigten Aluminiumblechen, die unter den Walm- und über den Mansarddachflächen verlaufen, wird der Niederschlag sicher abgeleitet, die durchdringungssichere Dachhaut gewährleistet eine Regeneintragssicherheit sowohl bei einem Gefälle von 2,5° als auch bei 60°.

 

Recyclingfähige Materialien sorgen für nachhaltige Umsetzungen

Dieses Bauprojekt ist ein Vorzeigeprojekt für das nachhaltige Denken, Planen und Handeln von Kalzip und seinen Partnern. Nicht nur die Dachfläche sucht seinesgleichen, auch die verwendeten Aluminiumprofiltafeln bestehen zu 95% aus recyceltem Material und sind aufgrund der Belastungsfähigkeit äußerst langlebig und wartungsfrei. Nach Ende der Nutzungsperiode sind die Profiltafeln uneingeschränkt rückbaubar und können sortenrein in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden.

 

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Kalzip, Dach+Holzbau – „Vario LB auf Schule Achim, Bremen“

Variables Dach für die Gesamtschule

Beim Dachaufbau für den neuen Trakt der Integrierten Gesamtschule in Achim legten die Architekten besonderen Wert darauf, dass der First begehbar ist und auf die Fläche im Nachgang eine Photovoltaikanlage aufgeklemmt werden kann. Mit einem flexiblen Dachstuhlsystem aus Aluminiumprofilen ließ sich die gewünschte Dachgeometrie schnell und einfach umsetzen.

Am Rande eines großen Schulareals, das verschiedene Schulformen beherbergt, ist zur Neugründung der Integrierten Gesamtschule Achim in der Nähe von Bremen ein Neubau errichtet worden. Die öffentliche Schule empfängt Schülerinnen und Schüler unabhängig von der Schulform und bietet ihnen so die Möglichkeit sich einen Schulabschluss zu erarbeiten, der ihren Fähigkeiten entspricht. Mit dem neu errichteten Gebäudekomplex findet sich ausreichend Platz für aktuelle Bildungskonzepte in modernen Klassenzimmern. Die helle einladende Fassade wird durch ein helles Dach aus Aluminium ergänzt.

Leicht und doch stark: Die Dachstuhlkonstruktion aus stranggepressten Aluminiumprofilen bietet die Statik für ein Dach, das auch nachträglich noch eine PV-Anlage aufnehmen kann. (Foto: © DADEGO)

Anforderungen in der Planung

Mit einer Stahlbetondecke als Grundlage, hätte das Dach auch als einfaches Flachdach ausgeführt werden können. Optisch zu dem angrenzenden Gebäude auf dem Areal passend, wurde sich auch hier für ein Stehfalzdach aus Aluminiumprofilen entschieden. Nach Vorgabe der Architekten sollte das Gefälledach über den First begehbar sein und über eine entsprechende Absturzsicherung verfügen. Zur Aufgabenstellung gehörte außerdem, dass auf die L-förmige Dachkonstruktion auch im Nachgang in Teilbereichen eine Photovoltaikanlage unkompliziert aufgeklemmt werden kann. Deshalb fiel die Entscheidung auf Vario LB von Kalzip. Das Dachstuhlsystem überzeugte durch sein unkompliziertes Baukastenprinzip, mit dem sich nahezu jede Dachgeometrie abdecken lässt – unabhängig vom Untergrund. Die Eindeckung der Kaltdachkonstruktion mit Stehfalzprofiltafeln bietet zudem ausreichend Möglichkeiten für nachträgliche Anpassungen.

 

Effizienter Materialeinsatz

Das System Vario LB besteht aus stranggepressten Aluminiumprofilen und ist daher sehr leicht und statisch als vollwertiges Dachstuhlsystem einsetzbar. Das Material ist als nicht brennbar in der Baustoffkategorie A1 eingestuft. In der Herstellung der Produkte verwendet Kalzip einen besonders hohen Anteil recycelten Materials – je nach Verfügbarkeit zwischen 75 und 95 Prozent. Aluminium ist zudem robust und langlebig. Eine hohe Witterungsbeständigkeit sowie Unempfindlichkeit gegenüber mechanischer Belastung garantiert jahrzehntelangen Werterhalt und einen geringen Aufwand in puncto Wartung und Pflege. „Mit der zum Zeitpunkt der Planung immer schwieriger werdenden Rohstoffsituation konnten wir mit unserem System aus kostengünstigem und vor allem verfügbarem Rohstoff bei den Bauherren punkten“, berichtet Friedemann Felix Dahling, der als Gebietsverkaufsleiter Nord bei Kalzip für das Projekt verantwortlich ist.

Neben der im Koblenzer Werk vorgefertigten Systemkomponenten, lieferte Kalzip auch die Verlegepläne inklusive Details und Stücklisten. „Bei der Planung des Dachaufbaus der Gesamtschule haben wir den Architekten und Verarbeiter von Beginn an unterstützt. So konnten wir die Wünsche in einem Verlegeplan festhalten, der auch die prüffähige Statik berücksichtigt und als Anleitung für die Dachdecker dient“, so Friedemann Felix Dahling.

Direkt auf der Stahlbetondecke wurden Basisprofile montiert, die als Halterung für die LB Stützenprofile dienen. (Foto: © Thorsten Scherz Fotografie)

 

Aufbau mit Leichtgewichten

Für den Aufbau des Daches zeichnet die Dachdecker-Genossenschaft Bremen eG – kurz DADEGO – verantwortlich. Die auf dem Neubau errichtete Stahlbetondecke bot den Verarbeitern einen planebenen Untergrund. Hierauf befestigten sie zunächst Basisprofile, die als Halterung für die LB Stützenprofile dienen. Diese entscheiden durch ihre im Verlegeplan festgehaltenen und vorgegebenen Höhen bereits über die Geometrie des Daches. Das auf den Stützen montierte LB Gabelprofil ist Dreh- und Angelpunkt der Konstruktion: Hier wurde die LB Rohrpfette eingelegt, die dem Gefälle des Daches von 7° entsprechend ausgerichtet wurde.

Um sicherzustellen, dass die Dacheindeckung ausreichend Tragkraft für spätere Begehungen und eine aufgeklemmte Photovoltaikanlage hat, befestigten die Fachhandwerker zusätzlich im Abstand von 1,70 m Aussteifungsprofile an den Pfetten. „Da es sich hier um ein Stecksystem handelt, kann man nicht viel falsch machen. Außerdem konnten wir die Elemente ganz einfach mit den dazugehörenden Schrauben fixieren, ohne viel Aufwand oder Einsatz von zig Werkzeugen“, berichtet Michael Kording von DADEGO.

 

Von Lichtkuppel bis Regenrinne

Mit Fertigstellung des Dachstuhls konnten die Fachhandwerker die systemkompatiblen Stehfalzprofile eindecken. Zur sicheren Montage stehen hier die LB Drehklipps zur Verfügung, die in die Profile der Rohrpfetten gesteckt und dann mit einer 90-Grad-Drehung fixiert werden. Auf die Drehklipps verlegte das Team von DADEGO die Profiltafeln 50/429 von Kalzip und verbördelte diese abschließend.

Die L-förmige Dachfläche ist nahezu durchgehend mit Aluminiumprofiltafeln eingedeckt, mit einer Ausnahme: Für die Möglichkeit einer späteren Begehung des Daches über den First wurde eine Lichtkuppel installiert. Um hier Regeneintragssicherheit zu gewährleisten, wurde bereits in der Planung ein umlaufendes Kragenblech sowie ein systemkompatibler Anschlussrahmen aufgenommen. Niederschlagswasser wird zudem sicher über Regenrinnen abgeleitet, die von den Dachdeckern ohne großen Aufwand an der unteren Seite der Profiltafeln angebracht wurden.

 

Alle Anforderungen erfüllt

Innerhalb von nur sieben Werktagen konnte das vier Mann starke Team den Dachstuhl errichten und die Dachfläche von etwa 1.700 Quadratmetern eindecken. Damit erweist sich Vario LB nicht nur als leicht zu verarbeiten, sondern auch als besonders wirtschaftlich. Neben der Systemstatik und der bauaufsichtlichen Zulassung des Systems, bietet die systemkompatible Absturzsicherung von Kalzip zusätzliche Sicherheit auf dem Dach. Die übersichtliche Anwendungshilfe unterstützt Fachhandwerksbetriebe und Planer bei der korrekten Umsetzung der bauaufsichtlichen Zulassung. Auch nachträgliche Bauvorhaben am Dach können realisiert werden. So ist die Statik entsprechend auf zusätzliches Gewicht einer Photovoltaikanlage ausgerichtet. Für die Verlegung von Anschlüssen ist zudem innerhalb der Kaltdachkonstruktion ausreichend Platz. So können die Schüler der Integrierten Gesamtschule Achim unter einem doppelt nachhaltigen Dach ihrem Unterricht folgen.

Einfache Montage: Mit einer Schraube fixierten die Dachdecker Aussteifungsprofile an den Pfetten. (Foto: © Thorsten Scherz Fotografie)

 

Bautafel (Auswahl)

Projekt: Bedachung eines Neubaus der Integrierten Gesamtschule in Achim (Bremen)

Bauzeit: 2021

Auftraggeber: Gemeinde Achim

Dachdeckungsarbeiten: Dachdecker-Genossenschaft Bremen eG / DADEGO

 

 

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Die Gefahren des spontanen Spezifikationswechsels

Autor: Adrian Whitefoot

In den letzten Jahren wurde die Sicherheit von Gebäuden zu Recht in den Mittelpunkt gerückt, insbesondere durch den Hackitt Review nach der Grenfell-Tower-Tragödie im Vereinten Königreich. Die Umstellung von Spezifikationen, die oft aus Kostengründen erfolgt, kann jedoch schwerwiegende Auswirkungen auf die Sicherheit haben. Hier betrachtet Adrian Whitefoot (Leiter der Anwendungstechnik) bei Kalzip UK, wie wichtig es ist, sicherzustellen, dass Systeme für die Gebäudehülle wie vorgesehen funktionieren und die Systemintegrität erhalten bleibt.


(© Kalzip GmbH)

Die wirtschaftlichen Realitäten von Bauprojekten führen dazu, dass die Kosten häufig gesenkt werden müssen, um den finanziellen Zwängen zu genügen. Dieser Druck hat sich im vergangenen Jahr durch die steigenden Materialkosten noch verstärkt. Dies kann dazu führen, dass das vorgesehene Dach- oder Fassadensystem gegen eine kostengünstigere Variante ausgetauscht wird. Oft wird angenommen, dass zwei Systeme gleichwertig sind, weil sie gleich aussehen und sogar die gleichen Rohstoffe verwenden. Die Leistung der beiden Systeme kann jedoch erheblich variieren, was sich auf verschiedene Weise auf das Gebäude auswirken kann.

So kann beispielsweise ein für ein Gebäude spezifiziertes Fassadensystem aus Aluminium die Brandschutzklasse A1 oder A2 „nicht brennbar“ erreicht haben. Ein anderes Aluminium-Fassadensystem mag zwar ähnlich aussehen, hat aber nicht unbedingt das gleiche Brandverhalten. Das liegt daran, dass es möglicherweise eine Dämmung enthält, die als brennbar eingestuft ist, oder eine andere Komponente aufweist, die die Brandausbreitung nicht einschränkt. Dies bedeutet, dass das Gebäude im Falle eines Brandes einem größeren Risiko ausgesetzt sein kann, insbesondere wenn es ursprünglich für eine nicht brennbare Fassadenlösung entworfen wurde.


(© Kalzip GmbH)

Bei Dachsystemen

Im Hinblick auf die Dacheindeckung kann ein ungeeignetes System die Sicherheit derjenigen beeinträchtigen, die das Dach während der Lebensdauer des Gebäudes betreten müssen, z. B. für Wartungs- und Inspektionsarbeiten an den Anlagen auf dem Dach. Alle zugänglichen Dachflächen müssen die erforderliche Festigkeit aufweisen, und dies sollte bereits in der Entwurfs- und Spezifikationsphase berücksichtigt worden sein. Ein ähnliches, aber technisch nicht gleichwertiges System ist möglicherweise nicht für diesen Zweck ausgelegt und könnte versagen, was zu schweren und sogar lebensbedrohlichen Verletzungen führen kann.

Windlasten

Ein weiterer Aspekt der Gebäudesicherheit beim Wechsel der Spezifikationen ist die Windbelastung. Sowohl Dach- als auch Fassadensysteme werden so spezifiziert, dass sie einer berechneten Windlast und den vorhergesagten Wetterbedingungen standhalten. Verfügt das ausgetauschte System nicht über die erforderliche strukturelle Widerstandsfähigkeit, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Bei starkem Wind, wie er in diesem Jahr in vielen Teilen des Vereinigten Königreichs bereits aufgetreten ist, kann die Struktur versagen und sich Teile vom Gebäude lösen. Dies stellt nicht nur eine Gefahr für die Menschen im und um das Gebäude dar, sondern kann auch erhebliche Kosten für die Reparatur des Daches und die Beseitigung von Schäden an der Gebäudestruktur und im Inneren des Gebäudes nach sich ziehen.


(© Kalzip GmbH)

Genauigkeit ist der entscheidende Faktor

In der Realität kann es vorkommen, dass die Spezifikationen während eines Projekts überprüft werden müssen. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dass die Leistungsdaten jedes potenziellen neuen Systems sorgfältig geprüft werden, um sicherzustellen, dass es in allen Bereichen mit dem angegebenen System gleichwertig ist. Die Hersteller sollten in der Lage sein, vollständige und detaillierte Informationen über die Leistung ihrer Systeme sowie relevante Testdaten zur Verfügung zu stellen, einschließlich Zertifizierungen von unabhängigen Dritten. Führende Hersteller verfügen über Testdaten für ihre Systeme in einer Vielzahl von Situationen und mit verschiedenen zugelassenen Konfigurationen.

Es ist auch wichtig, daran zu denken, dass Zertifizierungen und Leistungsdaten nur für das gesamte System gelten, mit den genauen Komponenten, die bei der Prüfung verwendet wurden. Etwas so Einfaches wie eine andere Art der Befestigung oder eine andere Dicke der Isolierung kann die Leistung des Systems verändern. Bauunternehmer sollten jedem Anbieter, der Testdaten für ein System vorlegt, bei dem irgendwelche Komponenten ausgetauscht wurden, mit äußerster Vorsicht begegnen. Der Austausch eines bestimmten Elements macht die Zertifizierung sowie die Herstellergarantie ungültig und kann dazu
führen, dass der Bauunternehmer für etwaige Fehler oder Nichteinhaltung verantwortlich gemacht wird.

Die Installation

Außerdem wird empfohlen, dass ein System nur von einem für dieses spezielle System ausgebildeten Team installiert wird. Auch wenn sie Erfahrung mit einem allgemeinen Systemtyp haben, gibt es keine Garantie, dass der Installationsprozess derselbe ist. Die Hersteller bieten häufig Schulungen zu ihren Systemen an, um sicherzustellen, dass die Installation mit dem empfohlenen Verfahren übereinstimmt, und um den Auftragnehmern zu helfen, sie so effizient wie möglich durchzuführen. Führende Hersteller bieten auch technische Unterstützung während der gesamten Installation an und führen Inspektionen durch, um sicherzustellen, dass das System wie vorgesehen installiert wird.

Die Sicherheit von Gebäuden kann leicht gefährdet werden, wenn Spezifikationen ohne die nötige Sorgfalt ausgetauscht werden. Wenn man ein alternatives Dach- oder Fassadensystem in Erwägung zieht, ist es wichtig, sich die Details genau anzusehen, um sicherzustellen, dass alle Leistungskriterien erfüllt werden und, was wichtig ist, dass die Daten für das gesamte fragliche System gelten.

Download der Pressemitteilung:

Kalzip PR Gefahren des Spezifikationswechsels

Neubau Kindertagesstätte Murg

Ein nachhaltiges Leuchtturmprojekt für Murg:
Die neue KiTa „In der Mühle“

 

Optisch strukturiert

Die Gemeinde Murg im Waldkreis Waldshut liegt direkt am Rhein an der Deutsch-Schweizer Grenze und bietet Idylle wie aus dem Bilderbuch. Die Murg fließt plätschernd neben dem langgezogenen Grundstück entlang, auf dem ein neues Schmuckstück für die Gemeinde entstand: die KiTa „In der Mühle“. Auch wenn die geplante Kindertagesstätte für 6 Gruppen Platz bieten musste, war an ein optisch wuchtiges Gebäude bei diesen Voraussetzungen nicht zu denken.

Der Neubau mit Kalzip Dachkonstruktion von oben betrachtet (© Ernesto Preiser Architektur)

Gemeinde mit ökologischem Leitbild

In der Umsetzung entschieden sich der lokale Architekt Ernesto Preiser deshalb für eine fein strukturierte Kombination aus Holz und Aluminium. Damit greift er auch die Historie des Grundstücks auf, stand doch an dieser Stelle für viele Jahrzehnte ein Holzsägewerk. Fast 200 Tonnen Holz wurden in den vorgefertigten Bauteilen genutzt und sorgen für ein hervorragend natürliches Raumklima mit besten Energiestandards. Die passende Dachlösung für ein solch modernes, nachhaltiges Gebäude? Natürlich von Kalzip. In TitanSilber gehalten bildet es ein optisches Gegengewicht zu den vertikalen Holzpaneelen und sorgt für die nächsten Jahre für hohe Funktionalität bei geringem Wartungsaufwand. Bei über 600 m² ein nicht zu vernachlässigender Punkt, immerhin kosten baufällige Gebäude die Kommunen Jahr für Jahr Milliarden an Euros.

Ideal in die Umgebung integriert dank feinsinniger Architektur (© Ernesto Preiser Architektur)

Entwurf mit Ecken und Kanten

Dass dabei nicht zwingend eine kühle, sachliche Atmosphäre im Inneren entstehen muss, beweist der Bau in Murg eindrucksvoll. Ohne eingezogene Zwischendecke bietet die Dachkonstruktion luftige Raumhöhe und durch die Verkleidung mit Holzpaneelen eine gemütliche Wirkung.

Von außen ist der KiTa-Komplex optisch in 5 Baukörper gegliedert, die sich organisch mit unregelmäßigen Winkeln aneinanderreihen. So entsteht neben einer Gliederung auch funktional Raum für alle nötigen Details im Innen- wie Außenbereich. Auch die Dachkonstruktion folgt diesem Ansatz und weist eine Spannung erzeugende Unregelmäßigkeit auf – eine echte Herausforderung für Dachsystem und Handwerksbetrieb.

Ein Ort zum frei entwickeln und ausbrechen aus starren Strukturen (© Ernesto Preiser Architektur)

Lokale Partner vor Ort – gewusst wie

Dank des Kalzip Dachsystems und der Expertise des lokalen Partners Schneider + Sohn Sanitärtechnik und Blechnerei konnte die besondere Geometrie der Dächer schnell und effizient umgesetzt werden.

Nicht wenige Anwohner vor Ort waren erstaunt, in welch kurzer Zeit der Bau der neuen Kindertagesstätte vonstattenging: Gerade noch leere Fläche, stand nach wenigen Wochen schon ein fertig überdachter Bau. Bei dieser Kernkompetenz kann Kalzip mit seinen Dach- und Fassadenlösungen besonders punkten, dank der vorgefertigten Teile und einem enorm großen Netzwerk an Partnerbetrieben ist Organisation und Montage kein Hexenwerk.

 

Mit Solaranlage? Kein Problem bei Kalzip Dächern

Nachdem die Region Hochrhein durchaus für ihre vielen Sonnenstunden bekannt ist, wurde der Neubau im Sinne ökologischer Weitsicht teilweise mit Solarpaneelen ausgestattet. Kann ein solches Unterfangen bei einigen Dachkonstruktionen durchaus aufwändig sein, sind Kalzip Dachkonstruktionen dafür ideal vorbereitet und erlauben eine schnelle, unkomplizierte Montage. Selbst eine nachträgliche Erweiterung wäre unproblematisch, sollte sich die Gemeinde in den kommenden Jahren dafür entscheiden.

Einen Teil des Strombedarfs kann die KiTa durch Solarpaneele selbstständig abdecken (© Ernesto Preiser Architektur)

 

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Dachsanierung Markthallen Sendling

Die Markthalle 3 des Münchner Großmarktes:
Sanierung bei laufendem Betrieb

 

Markthalle mal drei

Bei der Dachsanierung der Markthalle 3 des Münchener Großmarktes kam ein Sanierungssystem von Kalzip zum Einsatz. Die schnell installierbare und unkomplizierte Lösung überzeugte die Betreiber, auch die anderen Hallen zu sanieren.

Hochbetrieb herrscht in diesen Hallen auch schon lange vor Sonnenaufgang

Großmarktflair seit 1912

Im Münchener Stadtteil Sendling herrscht seit über 100 Jahren reges Treiben auf dem Gelände des Großmarktes. Das inzwischen 310.000 m2 große Areal nahe der Isar beherbergt neben Verwaltungsgebäuden, Kontor-, Kühl- und Lagerhäusern sowie einer Gärtnerhalle noch immer die vier historischen Großmarkthallen, mit denen 1912 einer der größten Umschlagplätze für Obst und Gemüse in ganz Europa eröffnet wurde.

Halle an Halle reiht sich in München Sendling auf dem Großmarkt

Sanierung mit Hindernissen

Nach damaliger Bauweise erfolgte nach dem zweiten Weltkrieg die Instandsetzung der zerstörten Dächer mit Bimsdielen als Tragwerk. Mit verzinkten Stahlblechen konnte funktional ein flach geneigtes Dach errichtet werden. Mittlerweile stellte sich aber, vor allem bei Halle 3 deutlich erkennbar, auch diese Lösung als nicht mehr zweckmäßig heraus. An vielen Stellen war die Dachhaut verrostet und die Bimsbetondielen marode und nicht mehr belastbar.

Das Architekturbüro BH Architekten aus München wurde beauftragt, Umbaupläne für eine unkomplizierte Lösung zu erstellen. Der Hallenbetrieb sollte während der Sanierungsarbeiten möglichst uneingeschränkt weiterlaufen. Die mangelnde Tragfähigkeit des Dachstuhls hätte die Belastung durch Umbauarbeiten oder Neueindeckung nicht ausgehalten. Ein Fachberater von Kalzip hat die Planer mit dem Einsatz des Vario LB-Systems als Lösungsvorschlag überzeugt.

Der Zustand der Dächer ist nicht mehr tragbar, im wahrsten Sinne des Wortes

Metall statt Bimsbeton

Die Herausforderung bestand darin, eine Konstruktion zu finden, welche die Bimsdielen vollständig entlastet, ohne diese abbrechen zu müssen. Letztlich wurde entschieden, das Gebäude um eine hölzerne Auflagerkonstruktion zu erhöhen und als neues Tragwerk einen Metalldachstuhl zu errichten. Diesen Auftrag setzte der Fachbetrieb für Metallbedachungen Binder und Sohn aus Ingolstadt fachgerecht um.

Um die im Gebäudeinneren arbeitenden Händler vor eventuell herunterfallendem Bimsabbruch zu schützen, zogen die Fachhandwerker zunächst eine Trapezblechlage unterhalb der Bimsbetondielen ein. Außen entfernten die Spengler die alte Metalldachdeckung und brachen die Bimsbetondielen an beiden Walmdachflächen ab. In klassischer Zimmermannsarbeit errichtete das Team schließlich eine über dem alten Tragwerk erhöhte hölzerne Auflagekonstruktion. Eine Behelfsdeckung sorgte während der Arbeiten für eine regeneintragssichere Schicht.

Die Umbauarbeiten bei laufendem Betrieb

Neues Dach in Leichtbauweise

Mit einem System aus Aluminium von Kalzip konnte der Gesamtaufbau mit deutlich weniger Gewicht als zuvor realisiert werden. Das innovative System Vario LB erlaubte es, die Montagearbeiten einfacher zu gestalten: Statt der üblichen Stahlwinkel wurde ein Pfettenschuh auf die hölzerne Konterlattung montiert. Als Traglattung kamen die systemzugehörigen Rohrpfetten aus Aluminium zum Einsatz, an deren Oberseite auf einem Drehklipp die üblichen Befestigungspunkte für die Profiltafeln installiert wurden.

„Die Rohrpfetten haben ohne weiteres die Spannweiten zwischen den Konterlatten überbrückt. Außerdem sind die einzelnen Komponenten des Systems sehr flexibel in ihrer Ausrichtung und Kombination, wodurch wir einfach nach Baukastenprinzip so arbeiten konnten, wie wir es brauchten“, sagt Thomas Binder, Geschäftsführer des Metallbedachungsbetriebs Binder und Sohn.

Logistische Hindernisse

Da der Betrieb der Großmarkthallen nahezu uneingeschränkt weiterlief, fuhren schon früh morgens Transporter palettenweise Lebensmittel über das Gelände. Eine Anlieferung von Baustoffen vor der Mittagszeit war kaum möglich. Auch eine Zwischenlagerung des Baumaterials ließ die Situation nur schwerlich zu.

Die ersten Markthalle mit neuem Dach, die angrenzenden Hallen sind schon in Vorbereitung

Auf drei folgt zwei

Bereits nach zwölf Wochen wurde die Sanierung der etwa 1.700 m2 großen Dachfläche der Großmarkthalle abgeschlossen. Zu Beginn der Arbeiten im Mai 2021 war zunächst nur Halle 3 in Planung. Während dessen stellte sich heraus, dass die Dächer der beiden anderen Hallen ebenfalls sanierungsbedürftig waren. So beschlossen die Betreiber, auch Halle 2 noch im gleichen Jahr und das der Großmarkthalle 4 ab April 2022 neu decken zu lassen – überzeugt von der Arbeit des Teams von Binder und Sohn sowie vom Baukastensystem von Kalzip.

 

 

Über Kalzip
Kalzip® vertreibt und produziert Dach- Fassadenprofile aus Aluminium für die Bereiche Industriebau, Freizeitanlagen/Sportstätten, Transportwesen und Wohnungsbau. Weltweit beschäftigt die Kalzip Gruppe 160 Mitarbeiter und ist auf nahezu allen Regionen der Erde vertreten. Seit Oktober 2018 ist Kalzip ein Unternehmen der Donges Group. Die Donges Group ist führender Anbieter für Brücken- und Stahlbau sowie Dach- und Fassadensysteme in Europa. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Marken Donges SteelTec GmbH, FDT GmbH & Co. KG, Kalzip GmbH, Nordec OY und Permasteelisa España Donges Group SA und beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter in 14 Ländern.

 

 

Kontakt

Kalzip GmbH
Yannick de Beauregard
Kalzip Marketing
August-Horch-Str. 20 – 22
56070 Koblenz

Phone: +49 261 9834 0
Fax: +49 261 9834 100

E-Mail: yannick.de-beauregard@kalzip.com

Sanierung des Inverurie Community Campus

Der Inverurie Community Campus in Aberdeenshire:
Ein moderner Treffpunkt für Schüler und die Bürger der Stadt

 

Kalzip Dach- und Fassadenkonzept schützt den 56 Millionen Pfund teuren Inverurie Community Campus

Das Team, das für die 56 Millionen Pfund teure Sanierung eines Gemeindecampus in Aberdeenshire verantwortlich ist, hat eine umfassende Auswahl an Kalzip® Profilen in verschiedenen Farben und Breiten eingesetzt, um das Dach und die Fassade der wichtigsten Bauwerke zu vervollständigen: einschließlich des Hauptlehrgebäudes, des Schwimmbads und der Sporthalle.

Das Prunkstück von Aberdeenshire – der frisch renovierte Community Campus für die gesamte Gemeinde

Ein inspirierender Ort zum Lernen

Das von Halliday Fraser Munro entworfene und vom Hauptauftragnehmer Robertson Construction errichtete Projekt Inverurie Community Campus umfasste auch einen 3 Millionen Pfund teuren Unterauftrag für die Dach- und Fassadenarbeiten, die vom Kalzip Montagepartner Curtis Moore ausgeführt wurden.

Die neue Schule, die das bestehende Gebäude ersetzt, verfügt über 73 Klassenzimmer und Labors sowie über Sportanlagen, einen großen Speisesaal, eine Küche und einen Konferenzraum. Sie bietet Platz für 1.600 Schüler – und ist damit eine der größten Schulen im Nordosten Schottlands. Zudem verfügt sie über eine Reihe von Einrichtungen für die Allgemeinheit, darunter ein Schwimmbad mit sechs Bahnen und Trainingsbecken, Fußballplätze im Freien und ein Fitnessstudio.

Die größte Schule im Norden Schottlands und Treffpunkt für Sportbegeisterte

Produkte mit Profil, die Leistung bringen

Zu den Kalzip® Profilen, die Curtis Moore für den Auftrag lieferte, gehörten 65/400 und 65/500 sickenlose Profiltafeln in der Stärke 0,9 mm in zwei Bronzetönen für die Fassaden. Das Dach besteht hingegen aus 65/500 sickenlosen Profiltafeln in der Stärke 1,0 mm mit einer PVF2-Oberfläche.  Neben den Dampfsperren ist das Dach durch Materialien, wie klare Membranen, Folien und Bänder für hohe Schalldämmung ausgelegt.

Die unregelmäßige Fassadengestaltung passt sich perfekt in das Umfeld ein und wirkt in der Holzoptik beinahe organisch

Fachwissen zur Gewährleistung der Passgenauigkeit

Die technische Abteilung von Kalzip unterstützte das Projektteam unter anderem bei der Gestaltung der Fensterelemente, wobei drei verschiedene Baubreiten eingesetzt wurden, um einen möglichst wirtschaftlichen Materialeinsatz zu erreichen und gleichzeitig eine ästhetisch ansprechende Fassade zu schaffen.

Widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse

Die Kalzip® Stehfalzdach- und Fassadenpaneele mit PVF2 Beschichtung, in Stucco dessiniert oder in anderen Oberflächen bieten eine hervorragende Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit, die dem schottischen Klima über eine lange, wartungsarme Nutzungsdauer standhält. Kalzip® gewährt eine 25-jährige Garantie auf die fertige Anlage, wobei das System eine Mindestlebensdauer von 40 Jahren aufweist.

Der Schein trügt: die Fassade muss sich im schottischen Klima nicht nur im Sonnenschein bewähren

 

Über Kalzip
Kalzip® vertreibt und produziert Dach- Fassadenprofile aus Aluminium für die Bereiche Industriebau, Freizeitanlagen/Sportstätten, Transportwesen und Wohnungsbau. Weltweit beschäftigt die Kalzip Gruppe 160 Mitarbeiter und ist auf nahezu allen Regionen der Erde vertreten. Seit Oktober 2018 ist Kalzip ein Unternehmen der Donges Group. Die Donges Group ist führender Anbieter für Brücken- und Stahlbau sowie Dach- und Fassadensysteme in Europa. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Marken Donges SteelTec GmbH, FDT GmbH & Co. KG, Kalzip GmbH, Nordec OY und Permasteelisa España Donges Group SA und beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter in 14 Ländern.

 

 

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