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Alexander Stadion in Birmingham

30. Oktober 2023/in News, Projekt des Monats, Projekte

KALZIP HILFT BEI DER REGENERATION DES STADIONS RECHTZEITIG FÜR DIE COMMONWEALTH SPIELE

Die umfangreiche Regeneration des Alexander Stadions in Birmingham wurde von der Stadt Birmingham in Auftrag gegeben, mit der Anforderung, dass die Arbeiten rechtzeitig für die Commonwealth-Spiele im Sommer 2022 abgeschlossen sein sollten. Für das Projekt wurde eine Reihe von Produkten aus dem umfangreichen Sortiment von Kalzip spezifiziert, das den Bau eines neuen „Weststands“ sowie den Bau neuer Sitzplätze im North- und South-Bowl einschloss, wodurch die Gesamtkapazität von 12.700 auf 18.000 erhöht wurde.

Bis ins kleinste Detail geplant

Die Kalzip FC-Verkleidung wurde für die Fassade verwendet, die sich über den gesamten Umfang des Stadiondachs erstreckte. Dies stellte jedoch ein besonderes Problem dar, da das System nicht für eine fächerförmige Fassade ausgelegt ist, wenn die FC-Paneele vertikal angebracht werden. Daher musste in Zusammenarbeit mit der Expertenabteilung von Kalzip ein Übergangsdetail entwickelt werden, um maßgeschneiderte Übergangspaneele an jeder Rasterlinie einzusetzen. Dadurch wurde die Ausrichtung der Linie verfeinert, so dass die nächste Reihe von Paneelen korrekt auf dem nachfolgenden Abschnitt installiert werden konnte.

Eine verstellbare Unterkonstruktion wurde verwendet, um die Krümmung des Dachs auf die flache Deckenplatte zu bringen. Das Kalzip Warmdach-System würde für die Eindeckung des Daches verwendet. Mit diesem Dachsystem sind verschiedene Geometrien möglich und es bietet zudem eine schnelle Installation und Haltbarkeit bei allen Wetterbedingungen. Insgesamt wurden 5.530 m² Kalzip Stehfalz-Profilbleche auf dem Dach installiert, und 830 m² FC-Paneele bedecken die Fassade.

 

Ein Stadion nicht ohne Herausforderungen

Es gab eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen, um das Alexander Stadion fertigzustellen, einschließlich der Arbeit unter strengen COVID-Einschränkungen. Daher war die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten entscheidend. Es wurde darauf geachtet, dass alle, die an dem Projekt arbeiteten, in der Lage waren, sich an die neuen Arbeitsabläufe anzupassen, um einen Effizienzverlust zu vermeiden.
John McAllister bei Kalzip sagte: „Aufgrund der Pandemie war die allgemeine Verfügbarkeit von Baumaterialien schwieriger als sonst, mit reduzierter Verfügbarkeit und steigenden Preisen. Aufgrund der langjährigen Beziehungen von Kalzip zu wichtigen internationalen Produzenten konnten wir das Problem der Materialverfügbarkeit mit minimalem Aufwand umgehen und den Kunden dabei unterstützen, den Zeitplan und das Budget einzuhalten.
Einige der Stehfalzpaneele, die am Alexander Stadion verwendet wurden, waren über 40 m lang, was sicherlich einige Herausforderungen in Bezug auf den Transport und die Bewegung mit sich brachte. Die Expertise des Teams war dafür unerlässlich, und eine sorgfältige Planung war erforderlich, um sicherzustellen, dass diese Paneele sicher und effizient auf das Dach gehoben werden konnten. Ein Kran wurde verwendet, um die Paneele zu transportieren. Dies gewährleistete, dass keine Zeit verloren ging.

Aufgrund der dynamischen Form des Stadions und der einzigartigen Krümmung des Dachs musste jede Halterung an ihrer eigenen spezifischen Position angebracht werden, was ein hohes Maß an Genauigkeit und Detailgenauigkeit erforderte. Die Positionierung der Halterung war eine akribische, aber entscheidende Aufgabe für das Gesamterscheinungsbild des Stadiondachs.“
Der Bürgermeister der West Midlands, Andy Street, der den WMCA leitet, sagte: „Es war fantastisch, die Erneuerung der Alexander-Sportarena zu sehen, auf die die ganze Region stolz sein kann und die in den kommenden Jahren die besten Sportler der Welt beherbergen wird. Aber noch wichtiger war, dass die Bauarbeiten am Stadion eine wichtige Rolle für den Lebensunterhalt der Menschen spielten, indem sie sowohl auf der Baustelle als auch in der breiteren Lieferkette der Unternehmen wichtige Bauarbeitsplätze und Lehrstellen geschaffen haben.“

 

Ein Projekt, was lokale Gemeinden unterstützte

Das Gesamtergebnis war die erfolgreiche Fertigstellung eines renommierten Projekts, bei dem eines der besten Sportstadien des Landes gebaut wurde, in dem die Commonwealth-Spiele stattfanden. Bei diesem Projekt war auch das You Matter Communities Scheme involviert, das den örtlichen Gemeinden und Menschen die Möglichkeit bot, kleine Zuschüsse, ehrenamtliche Arbeit und ungenutzte Materialien aus dem Bauprozess zu erhalten.

Die Bau- und Installationsarbeiten für die World Athletics Class 1-Anlage, einschließlich einer neuen 400 m langen Aufwärmstrecke mit sechs Bahnen, der Verlegung einer neuen 400 m langen Wettbewerbsstrecke mit neun Bahnen, der Anlage eines Übungswurffeldes, der Stadionbeleuchtung und verschiedener damit verbundener Straßen- und Infrastrukturarbeiten wurden ebenfalls im Rahmen des Gesamtprojekts abgeschlossen.

Mit Bedacht bedacht. KALZIP.

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Museum Lausanne

11. September 2023/in News, Projekt des Monats, Projekte

25.000 m² Kultur

In der Schweizer Stadt Lausanne wurde 2022 ein futuristischer Gebäudekomplex namens Plateforme 10 erröffnet, in dem zwei Museen zusammengeführt wurden. Das Fotomuseum Elysée und das mudac, ein Museum für Design und zeitgenössische Kunst. Dieses neu entstandene Kunstviertel bietet Besuchern aller Generationen auf über 25.000 m² die Möglichkeit, die Vielfalt und die verschiedenen Arten von Kunst in den Bereichen Bildende Kunst, Fotografie und Design zu erkunden.Das Bauwerk, entworfen vom portugiesischen Architekten Aires Mateus, kombiniert geometrische Formen mit sorgfältig ausgewählten Oberflächenmaterialien zu einem futuristischen Aussehen. Das Gebäude verfügt über eine Lichtfuge, die als Eingang zu beiden Museen dient, sowie über einen Empfangsbereich, einen Buchladen und eine Cafeteria.

Auf den ersten Blick futuristisch, auf den Zweiten nachhaltig.

Die äußere Fassade des Gebäudes wirkt auf den ersten Blick schlicht, hinter der Mauer verbirgt sich jedoch ein einzigartiges Sheddach aus Aluminiumprofiltafeln von Kalzip. Das Dach mit den auffällig zackigen Profilen ist nur aus der Vogelperspektive oder von den umliegenden Wohngebäuden aus sichtbar. Trotz seines unkonventionellen Erscheinungsbildes erfüllt es einen funktionalen Zweck, denn auf den nach Süden ausgerichteten schrägen Flächen befinden sich Photovoltaikmodule auf den Stehfalzprofilen, die den Museen nachhaltigen Strom liefern und für eine hervorragende Energiebilanz sorgen.
Um Tageslicht in das sich im ersten Stock befindliche mudac zu bringen, wurden Fenster auf der Nordseite der Aluminium-Sheddächer hinzugefügt.
So eröffnet sich dem Besucher bei Betreten des Ausstellungsraumes eine offene Raumatmosphäre, die die geometrische Designsprache der Innenarchitektur unterstreicht.

 

Wasserdichte Planung am Modell.

Die komplexe Dachstruktur mit den horizontalen und geneigten Flächen erforderte eine detaillierte Planung. Das Standarddachsystem von Kalzip wurde angepasst, um die Integration von Fenstern zu ermöglichen. Anstelle der typischen Verbördelung der Stehfalzprofile an den Falzen, wurden die Profiltafeln mit der Breite 65/500 an der Knickstelle verschweißt, um einen regensicheren, dichten Übergang zwischen den horizontalen und geneigten Dachflächen sicherzustellen. In der Schweiz wird Aluminium aufgrund seiner unterschiedlichen Schweißeigenschaften im Vergleich zu Kupfer oder Zink für Dächer noch weniger häufig verwendet. Die Verarbeitungseigenschaften der Aluminiumprofiltafeln von Kalzip waren jedoch ideal für die Anforderungen des Projekts, das eine stützenfreie Dachkonstruktion mit vorgespannten Stahlträgern erforderte. Um die Herausforderungen beim Schneiden auf Gehrung und beim Verschweißen der trapezförmigen Profiltafeln zu bewältigen, wurde zunächst ein Modell erstellt, um daran die Feinheiten mit den Bauherren und Architekten abstimmen zu können.

 

Ein Leichtgewicht, das alle Anforderungen erfüllt.

Um die Schweißarbeiten auf der Baustelle zu minimieren, fertigte ein spezialisierter Auftragnehmer, mit Erfahrung im selten gewordenen Schweißen von Aluminiumnähten, die meisten Komponenten in einer nahegelegenen Werkstatt an und diese vorgefertigten Elemente wurden dann zur Baustelle geliefert und installiert. So konnte das endgültige Dachsystem, bestehend aus den Standarddachkomponenten von Kalzip, einschließlich Stahltrapezprofilen, Verbundklipps zur Befestigung der Profiltafeln und zur Bereitstellung von Isolationsraum, sowie den vorgefertigten Aluminiumprofiltafeln, effizient und montagefreundlich angebracht werden. Das gesamte Dachsystem, einschließlich der Trapezbleche, der Isolierung und der Aluminiumtafeln, wiegt nur etwa 13 Kilogramm pro Quadratmeter und ist damit erheblich leichter als ein herkömmliches Flachdach, das etwa 70 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen würde. Die Aluminiumdachtafeln wurden mit der Beschichtung AluPlusPatina Eloxal Natur versehen, um der Anforderung der Stadt zu entsprechen, die Anwohner nicht durch eventuelle Reflexionen des Aluminiumdaches zu blenden.

So begeistert das neue Kulturviertel in Lausanne die Besucher nicht nur durch futuristisches Design, sondern, wie alle Kalzip – Projekte, auch durch Funktionalität, Nachhaltigkeit und wartungsfreie Langlebigkeit.

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Wohngebäude „The Lighthouse“ in Aarhus

7. August 2023/in Architektur, News, Projekt des Monats, Projekte

„The Lighthouse“ in Aarhus, Dänemarks höchstes Wohngebäude mit ungewöhnlicher Dachform.

Der künstlich angelegte Stadtteil nahe dem Zentrum der dänischen Hafenstadt Aarhus bietet großzügigen neuen Wohnraum. Das neueste Bauprojekt, „The Lighthouse“, trägt maßgeblich dazu bei und erweitert das Wohnungsangebot um 400 neue Apartments. Wie der Name verspricht, erhebt sich das Gebäude majestätisch wie ein Leuchtturm am südöstlichen Ufer des Hafenviertels und ist ganz nebenbei auch das höchste Wohngebäude Dänemarks.

Kleines Dach, großer Planungsaufwand und ein zusätzliches Stockwerk.

Das Gebäude fasziniert durch seine einzigartige Architektur, vor allem die organischen und geometrischen Formen des Daches, der Fassaden und Balkone beeindrucken. Besonders auffällig ist die Parallelogramm-Grundfläche des Gebäudes, die an zwei gegenüberliegenden Seiten abgerundet ist. Die Realisierung dieses Designs war eine Herausforderung, die Robert Thiebes von Kalzip durch den Einsatz von spezialisierter Software und Daten, die direkt vor Ort erhoben wurden, souverän bewältigte. Besonders innovativ sind die diagonalen Stehfalzprofile der Dachterrasse, die eine effiziente Ableitung von Regenwasser ermöglichen und gleichzeitig ein stilistisches Highlight darstellen.

Während der statischen Berechnungen wurde festgestellt, dass ein zusätzliches Stockwerk möglich ist, perfekt geeignet, um in 142 Metern Höhe eine gehobene Gastronomie und einen Aussichtspunkt für Besucher zu erreichten.

Zentimetergenaue Verlegung

Bei der Verarbeitung auf der Baustelle fing das Team der ausführenden Firma AE Stålmontage a/s an der höchsten Stelle des Daches an und bewegte sich zunächst auf einer Dachhälfte Richtung Dachterrasse. Dabei verlief der Aufbau wie üblich: Die Profiltafeln wurden am Falz aufeinandergesetzt und mit einer Bördelmaschine verbördelt. Als besonders knifflig erwies sich die Verlegung der komplexen, dreidimensional gebogenen Kalzip XT-Bahnen mit einem entsprechenden Neigungswinkel. Trotz flexibler Unterkonstruktion, die ein bisschen Spielraum bei der Verlegung bot sowie den übersichtlichen Bauplänen kam es kurzzeitig zu einem Baustopp, wie Robert Thiebes berichtet: „Bei diesem Projekt existierten nur wenige Zentimeter Verschiebespielraum zwischen den Profiltafeln, die darüber entschieden, ob sich die nächste Tafel einfügt oder verkeilt. Um hier die bestmögliche Problemlösung zu finden, sind wir zur Baustelle gereist, konnten schnell den Fehler ausfindig machen und die Mitarbeiter entsprechend instruieren.“

Gerollformt und gedreht

Innovative Techniken waren notwendig, um den geschwungenen Übergang von Dach zu Fassade umzusetzen. Jedes einzelne Stehfalzprofil des Gebäudes wurde im Vorfeld individuell nummeriert und vorproduziert und je nach Einsatzbereich spezifisch gebogen und in sich gedreht. Wie immer handelt es sich dabei um millimetergenaue Maßarbeit, die keinen Raum für Fehler lässt. Die komplexen, 3D gebogenen KALZIP XT Bahnen mit einem gewissen Neigungswinkel zu verlegen war dabei die größte Herausforderung, da nur wenige Zentimeter Verlegespielraum bestanden.

 

Eine windfeste Herausforderung

Das „Lighthouse“ stellte bei Planung und Bau besondere Herausforderungen dar, vor allem wegen der begrenzten Lagerfläche aufgrund der umgebenden Bebauung und der Nähe zum Wasser. Alle Materialien wurden daher in den benachbarten Hafendocks gelagert. Die Beförderung der Stehfalzprofile von Koblenz nach Aarhus war ein logistisches Meisterwerk. Um die unterschiedlichen Neigungswinkel der Profiltafeln zu schützen, mussten sie mit speziellen Abstandshalterungen auf den Paletten gestapelt werden. Ein Kran transportierte diese Paletten auf das Dach. Aufgrund der Höhe und des dadurch entstehenden Windsogs mussten die noch nicht verwendeten Stehfalzprofile mit Spanngurten gesichert werden.

Das Tüpfelchen auf dem i

Mit Fertigstellung des Daches wurde die äußere Hülle des beeindruckenden ‚Lighthouse‘ Gebäudes vollendet. Die 480m² XT-Profile von Kalzip, nicht sichtbar für Besucher, schließen eine raffinierte Aussparung für einen Wartungskran ein. „Trotz der verhältnismäßig kleinen Fläche „zeichnet sich das ‚Lighthouse‘-Dach durch seine einzigartige und anspruchsvolle Form aus, wodurch es zu einer und zeitaufwendigen Herausforderung wurde“, so Robert Thiebes.

 

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Neubau Moxon Architects Studio & Cafe

17. Juli 2023/in News, Projekt des Monats, Projekte

PREISGEKRÖNTES ARCHITEKTURBÜRO IN KÖNIGLICHER NACHBARSCHAFT.

Ganz in der Nähe von Balmoral Castle, in den schottischen Highlands, fügt sich das mittlerweile mehrfach preisgekrönte Bürogebäude und Gemeindecafé der Moxon Architects harmonisch ins heutige Waldgebiet. Die jahrzehntelange Nutzung dieser Umgebung als Steinbruch hat an dem Standort eine eindrucksvolle und einzigartige landschaftliche Struktur hinterlassen, die das Architektenteam aus Aberdeenshire zu seiner charakteristischen Linienführung inspiriert hat. Ziel war es, durch Design und Materialien eine harmonische Einheit mit der Umgebung zu schaffen.

Ein Entwurf zeigt Kante

Ein besonderer Aspekt bei der Ausführung war die niedrige Dachlinie, die mit der Kalzip Aluminium-Dacheindeckung umgesetzt werden konnte – auch im Material eine perfekte Kombination zu dem sonst verwendeten Holz aus der Region. Stilvoll und diskret ist die Dachgestaltung ein entscheidendes Ästhetisches Element insbesondere auch durch seine vertikale Verwendung bei diesem Gebäude, um wichtige Wandbereiche, einschließlich des Café-Eingangs, dramaturgisch hervorzuheben. Die Dachlinie, verläuft parallel zu der darüber liegenden Böschungskante und übernimmt insgesamt eine wichtige Rolle in der optischen Wahrnehmung.

 

Form follows Function

Aber nicht nur die Ästhetik spielte bei der Wahl für eine Kalzip Aluminium-Dacheindeckung die entscheidende Rolle, sondern auch die Themen Nachhaltigkeit und nicht zuletzt das anspruchsvolle Klima der Region. Optisch wollte man die ländliche Tradition widerspiegeln, aber auf eine raffinierte, moderne Art und Weise. Das Aluminium-Stehfalzdach von Kalzip war hier erste Wahl, denn Aluminium bietet ein dichteres Finish als das üblicherweise regional verwendete Stahl oder Zink – und es erlaubt, ein bündiges Aussehen mit schärferen Kanten zu schaffen. Farblich fiel die Wahl auf ein HighPerformanceCoating-System (HPC) in RAL 9011 mit 3 % Glanzgrad, als moderne Hommage an den hiesigen Schiefer. Auch die Farbwahl das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit Kalzip.

 

Harmonie mit der Umgebung

Jeder Aspekt wurde sorgfältig durchdacht. Der in Aberdeen ansässige Dachspezialist Fowler McKenzie unterstützte das Designteam bei den technischen Details, um sicherzustellen, dass die Spezifikation alle ästhetischen Details aber auch die Leistungsanforderungen des Gebäudes erfüllt. In Anbetracht des potenziell rauen Winterklimas in Royal Deeside wurde ein Kalzip® Schneefangsystem angebracht, natürlich farblich aufeinander abgestimmt, um die Sichtbarkeit zu minimieren. Regen wird hingegen vom Dach direkt in ein neues Moor- und Feuchtgebiet geleitet und ist ein Beispiel für nachhaltige Integration von Gebäude und Landschaftsschutz.

Quarry Studios ist der Gewinner der folgenden Auszeichnungen:

  • RIAS Andrew Doolan Preis für das beste Gebäude in Schottland 2022
  • Gewinner des RIBA National Award 2022
  • Gewinner RIAS-Auszeichnung 2022
  • Gewinner des Civic Trust Award 2022
  • Projekt des Jahres ASA Awards 2022
  • Gewinner des Preises des American Institute of Architects UK 2021
  • Gewinner des Architects‘ Journal Award 2021
  • Preisträger Scottish Design Award 2021
  • Finalist BCIA Kommerzielles Projekt des Jahres 2021

 

 

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Dachsanierung Universität in Dunkerque, Frankreich

5. Juni 2023/in News, Projekt des Monats, Projekte

In der wunderschönen, französischen Küstenstadt Dunkerque befindet sich einer der vier Campi der Université du Littoral Côte d’Opale (ULCO). Direkt am Meer gelegen, dreht sich hier alles um Meeresforschung.

Angesichts des in die Jahre gekommenen Dachs wurde nun ein umfangreicher Sanierungsprozess durchgeführt. Die Bauarbeiten erstreckten sich über ungefähr ein Jahr, wobei der Universitätsbetrieb im Gebäude währenddessen natürlich störungsfrei fortgesetzt werden konnte. Vor allem, um ein einheitliches Bild in Kombination mit der noch intakten Dachfläche zu gewährleisten und um die Stabilität durch das Mehrgewicht nicht zu beeinträchtigen, war der Aufbau mit einer Aluminiumbedachung ein fest definierter Bestandteil der öffentlichen Auftragsvergabe.

Der witterungsbeständige, montagefreundliche und vor allem flexible Warmdachaufbau von Kalzip mit den innovativen Stehfalzprofilen konnte daher auch bei dieser Ausschreibung mal wieder auf ganzer Linie überzeugen, denn das umfangreiche Komplettsystem beinhaltet vom Befestigungsmaterial über die Dämmschicht bis hin zur Dachhaut alle notwendigen Bestandteile für eine schnelle und zielgerichtet Sanierung.

Mit Bedacht bedacht.

Zu Beginn der Arbeiten wurde das alte Dach entfernt und der darunterliegende, noch intakte Stahldachstuhl als Unterkonstruktion genutzt, um die neue Dampfsperre und die mineralische Wärmedämmung zu installieren. Dann wurde das ursprüngliche Dach auf fast 5000m2 mit Aluminiumprofiltafeln instandgesetzt, natürlich unter Berücksichtigung von Öffnungen für Oberlichter und der Integration einer Anschlussmöglichkeit für eine Solaranlage.

Die Aluminiumprofiltafeln der Baubreite 65/305 wurden mithilfe von Verbundklipps befestigt und anschließend sicher verbördelt. Dies garantiert eine durchdringungsfreie Dachhaut. Diese innovativen Verbundklipps (E-Klipps) sind so konzipiert, dass sie mit einer entsprechenden Aufbauhöhe ausreichend Platz für die mineralische Dämmschicht bieten. Für die nachhaltige Dämmung sorgt dann ein komprimierbarer Wärmedämmfilz, der bei Rückbau wieder separat entfernt werden kann. Um eventuelle Wartungsarbeiten zu erleichtern, wurden nach Fertigstellung Laufwege installiert, für die optimale Arbeitssicherheit in luftigen Höhen sorgte das vielfach erprobte Kalzip Dachwegesystem SafetyPlus.

 

Alles eine Welle: Tradition, kombiniert mit moderner Architektur und Nachhaltigkeit.

Es wurde bewusst eine Dachform gewählt, die sich auf der Ostseite bis zum Straßenniveau senkt, auf der Westseite wieder ansteigt, um sich dann über dem Haupteingang der Universität wie eine Welle zu brechen.

Die so entstandene, homogene Dachstruktur reflektiert das Tageslicht, erinnert an die Bewegungen des Wassers und passt sich aus der Vogelperspektive optimal an die vorgegebenen Grundrisse des Hafenkais und der umliegenden Straßen und Gebäude an. Wie bei fast allen Kalzip-Projekten, besticht das neue Dachdesign des Universitätshauptgebäudes nun mit der Verbindung aus traditionellen und modernen Elementen und überzeugt durch die Verwendung einer Aluminium-Recyclinglegierung auch bei rauem Küstenklima mit extremer Langlebigkeit und langfristiger, ökologischer Nachhaltigkeit.

 

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https://www.kalzip.com/wp-content/uploads/2023/06/Gross-Dunkerque-ULCO-06-2.jpeg 854 1280 Kalzip GmbH News https://www.kalzip.com/wp-content/uploads/2023/08/Kalzip_rot_schwarz.png Kalzip GmbH News2023-06-05 11:00:572024-03-18 10:07:31Dachsanierung Universität in Dunkerque, Frankreich

Neubau Mensa für Schwalbengrundschule in Wriedel

8. Mai 2023/in News, Projekt des Monats, Projekte

Eine neue Mensa für die Schwalbengrundschule in Wriedel.

Um die Voraussetzungen für eine verpflichtende Ganztagsbetreuungsmöglichkeit zu erfüllen, hat die Schwalbengrundschule in Wriedel in der Nähe von Hamburg eine neue Mensa für die Übermittagsversorgung erhalten. Das moderne, einstöckige Gebäude ist mit einem Pultdach aus Aluminium abgedeckt und verfügt über eine integrierte Solaranlage, die die Schule mit nachhaltig gewonnenem Strom versorgt. Über einen Monitor können sich interessierte Besucher, Lehrkräfte und Schüler über die erbrachte Leistung der Anlage informieren. Die Mensa spielt für den offenen Ganztagsschulbetrieb eine zentrale Rolle.

Nicht nur, weil die Schüler verköstigt werden müssen, denn hier soll auch Gemeinsamkeit gelebt werden, kündigt Schulleiterin Sabine Liebmann an. „Die Mensa wird aber nicht nur zum Essen genutzt, sondern auch als Versammlungsraum. Sie ersetzt die Aula, die wir nicht hatten“, sagt Sabine Liebmann, die Schulleiterin der Grundschule.

Licht- und lehrreich.

Als natürliche Lichtquelle wurden am Dach Oberlichter installiert, damit vorhandenes Tageslicht jederzeit in den Raum fallen kann. Die über 300m2 große Dachfläche ist bis auf die Fensterbereiche vollständig mit Photovoltaik-Modulen bedeckt, die einen Großteil der Aluminiumprofiltafeln ausfüllen, um das maximale Potential der Gesamtfläche zu nutzen.

Das Aluminiumstehfalzdach mit Photovoltaikanlage wurde mit dem vielfach erprobten System AluPlusSolar von Kalzip errichtet und besteht aus individuell vorgefertigten Aluminiumprofiltafeln. Die sehr flachen Solarpaneele werden bereits im Werk auf die Profile verklebt, um eine Beeinträchtigung der Verbindung durch Staub, Schmutz oder Feuchtigkeit zu vermeiden und um die Montage für die Fachhandwerker zu erleichtern. Das Profil 50/444 von Kalzip, das bei der Verschaltung benutzt wurde, ist für seine Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit bekannt.

 

Effizient, robust und nachhaltig trotz minimalem Gewicht.

Die Fachhandwerker montierten auf der leicht geneigten und mit einer Dampfsperre versehenen Dachfläche zunächst die systemzugehörigen Verbundklipps. Anschließend folgte eine mineralische Wärmedämmschicht, um das Gebäude effizient und nachhaltig zu isolieren. Da die Anschlüsse der Module hinter den Tafeln liegen, musste jede Tafel einzeln auf die Stehfalz der vorherigen Tafel aufgesetzt werden.

Das Aluminiumstehfalzdach mit Photovoltaik-Nutzung überzeugt durch eine leichte Bauweise und hohe Energieeffizienz, denn es wiegt deutlich weniger als andere Dacheindeckungen und hat sich daher bereits bei vielen vorherigen Bauvorhaben als das System der Wahl erwiesen. Insgesamt besuchen nun rund 100 Schülerinnen und Schüler die neue Mensa und freuen sich über Veranstaltungen in ihrer neuen Aula.

 

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Wohnviertel Kwelderland in Delfzijl, Niederlande

24. April 2023/in News, Projekt des Monats

Das Wohnviertel Kwelderland in Delfzijl/Niederlande

Ein Haus am Meer – mit nachhaltigem Mehrwert.

Das Kalzip oft an spektakulären Bauwerken in außergewöhnlichen Umgebungen beteiligt ist, ist mittlerweile bekannt. Meistens sind es Projekte, die nach Abschluss der Bauarbeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. In der niederländischen Hafenstadt Delfzijl wurde nun ein privates Bauvorhaben realisiert, das viele Besonderheiten aufweist, die alle Kalzip‘s Handschrift tragen. Das Wohnviertel Kwelderland (niederländisch: Marschland) liegt auf drei nebeneinanderliegenden Landzungen, die von Wassergräben umgeben sind, ein typisches Landschaftsmerkmal der Niederlande.

Ein besonderes Merkmal des Apartmentkomplexes sind die Backsteinmauern, die durch zusätzlichen Holzbau im Obergeschoss und ein anthrazitgraues Metalldach ergänzt wurden. Um den aktuellen Anforderungen an Nachhaltigkeit zu entsprechen, wurden die nach Süden ausgerichteten Häuser parallel angeordnet, sodass die in das Dach integrierte PV-Anlage die verfügbaren Sonnenstunden optimal nutzen kann.

Schöne, alte Mauern – modernes, neues Dach.

Eine der architektonischen Besonderheiten des modernen Wohnkomplexes ist, dass das Dach nicht komplett mit Aluminiumprofiltafeln eingedeckt wurde, sondern die Dachgeschosswohnungen über eine Pergola verfügen, die lediglich von den Dachsparren überdacht wird. Ein kleines, aber feines und weithin sichtbares Detail, das die besondere Bauart der Apartments hervorhebt. Um die Tragschalung auf den Sparren vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen, versahen die Fachhandwerker diese mit einer Dampfsperre. Die im Nachgang darauf installierten Verbundklips sind so konzipiert, dass sie einerseits ausreichend Platz für die Verlegung der Mineraldämmwolle bieten, andererseits aber auch aufgrund ihres Materials und des schmalen Steges Wärmebrücken minimieren und so die Energieeffizienz optimieren.

Damit trotzdem alles einen einheitlichen Look erhält, wurden die falzbaren Aluminiumbleche der verkleideten Sparren über den Dachloggien, die Detailanschlüsse und die Kamine im hauseigenen Kalzip-Farbton RAL8019 (anthrazitgrau) beschichtet. Diese Beschichtung ist nicht nur kratzfest und äußerst UV-beständig, sondern weist auch eine extrem hohe Oberflächenhärte auf. Die dunkle Fläche unterstützt des Weiteren die Effektivität der Photovoltaikanlage, deren ähnliche Farbgebung das stilvolle und moderne Design des Wohnkomplexes optimal komplettiert.

 

Alles bedacht, effizient gemacht.

Anstelle eines bereits im Dach integrierten Photovoltaik-Systems wünschten sich die Planer eine PV-Variante, die nach Fertigstellung der Dacheindeckungsarbeiten auf das Stehfalzdach montiert werden konnte. Das mitgelieferte Befestigungssystem WS von Kalzip macht genau das möglich und garantiert außerdem eine einfache, schnelle und damit wirtschaftlich effiziente Montage.
Auch die verwendeten Stehfalzprofile in der Größe 50/429 ließen sich ebenfalls schnell und einfach verlegen, denn ein mobiler Baukran konnte die Aluminiumprofile zur „nahtlosen“ Weiterverarbeitung direkt auf das Dach heben.

Die Baubreite der verwendeten Profile passt außerdem perfekt zur Dachgeometrie und ermöglicht, dass die Aussparung der Pergolen zu beiden Seiten an das Dach angeschlossen werden konnte, ohne dass die Profile dafür zugeschnitten werden mussten. Diese minutiöse technische (Vor-)Planung, kombiniert mit der langjährigen Erfahrung von Kalzip machte möglich, dass alle drei Dächer mit einer Gesamtfläche von ca. 1150m2 in nur sechs Wochen fertiggestellt waren und die ersten Wohnungen schnell bezogen werden konnten. Die Bewohner erwartet ein zukunftsorientierter und nachhaltiger Wohnraum, der mit großzügigen Balkonen, moderner Architektur und sehr guter Anbindung an Schule, Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten und natürlich das Meer auf ganzer Linie überzeugen kann.

Ein typisches Kalzip – Projekt.

 

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Neubau Wintringham Primary Academy, Saint Neots

11. April 2023/in Architektur, News, Projekt des Monats, Projekte

EINE KOMBINATION AUS HOHER LEISTUNG UND AUSDRUCKSSTARKER ARCHITEKTUR – DAS AVOCADO-SCHULGEBÄUDE ÜBERZEUGT

Die Gemeinde Wintringham erhielt ein neues Vorzeigeobjekt in Form der Wintringham-Grundschulakademie in St. Neots, Cambridgeshire, die 2021 fertiggestellt wurde. Der Cambridgeshire County Council beauftragte das Gebäude, welches aufgrund seiner einzigartigen Dachform liebevoll „Avocado“ genannt wird. Das Projekt zeigt eindrucksvoll die handwerkliche Exzellenz, die Kalzip seinen Kunden durch die Installation des Kalzip-Stehfalzdachsystems und die Qualität der maßgeschneiderten gebogenen Aluminium-Untersicht und Aluminiumkonstruktionen bietet.

Kalzip bot die besten Optionen

Philip Marsh, Gründungsdirektor bei dRMM (de Rijke Marsh Morgan Architects), der für das Design der Schule verantwortlich war, sagte: „Die markante Form der Wintringham Primary Academy entstand aufgrund der Passivhaus-Prinzipien. Durch die Anordnung der Unterrichtsräume um eine zentrale Grünfläche sollte das Tageslicht und die Querlüftung aus verschiedenen Richtungen erhöht werden. Die Form ermöglicht eine räumliche Anordnung, die die Idee einer Schule „in the round“ unterstützt.

„Der Kunde benötigte ein robustes und wartungsarmes Dachsystem, das den Anforderungen der Zeit standhalten würde. Die Entscheidung für ein Kalzip Stehfalz-Profildach fiel nach Abwägung mehrerer Möglichkeiten, wobei das Kalzip System die beste Lösung hinsichtlich der Langlebigkeit darstellte. Darüber hinaus ermöglichte das Kalzip-Dach auch kompatible Anbaulösungen für Dachwartungssysteme, die einfach zu integrieren waren. Das Projekt erforderte ein Absturzsicherungssystem und eine Dachzugangstreppe, die einfach als Teil des Dachsystems integriert werden konnten. Von dem Moment an, als wir mit Kalzip für ihre technische Unterstützung in Kontakt traten, waren sie äußerst hilfreich und konnten alle unsere technischen Fragen im Detail beantworten.

„Für das Projekt wurde Kalzip 50/429, stucco-dessiniertes Aluminium, festgelegt, das an der Traufe mit dem längsten Blech von 72 Metern auf der Baustelle gerollt wurde. Zusätzlich waren aufwändige Detailarbeiten an den gebogenen Aluminiumkonstruktionen sowie an den Entwässerungsanforderungen der komplexen Dachform erforderlich. Nach Erhalt der hochwertigen technischen Informationen in den frühen Planungsphasen waren wir überzeugt, dass Kalzips Erfahrung von Vorteil sein würde. Wir spezifizierten auch 280 mm Kalzip-Dämmung plus 40, komprimiert auf 255 mm innerhalb einer durch E180-Clips, S5 & S10-Abstandshalter und verzinkte Stahl-Top-Hat-Stützen geschaffenen Hohlraum, die auf einer Glulam-Träger-Holzkonstruktion befestigt waren, um die thermischen Anforderungen zu erfüllen.“

 

Eine anspruchsvolle kurze Bauzeit

Bei diesem maßgeschneiderten Projekt gab es einige logistische Herausforderungen, die hauptsächlich das knappe Budget und das Bauzeitprogramm betrafen. Nur 12 Monate waren für den Bau vorgesehen, dessen Fertigstellung mit dem Beginn des neuen Schuljahres zusammenfallen sollte. Kalzips Systeme werden überwiegend außerhalb der Baustelle gefertigt, was trotz der komplexen Beschaffenheit des Dachs zu einer schnellen und einfachen Installation vor Ort führte.

 

Eine moderne Lernumgebung für Schüler

Die Wintringham Primary Academy ist ein prototypischer Typus für eine Ganzholzschule, der eine inspirierende Lernumgebung schafft, die sich innen und außen mit Grün umgibt. Um das Wohlbefinden zu fördern, legte dRMM Wert auf eine holzästhetische Gestaltung, natürliches Licht, Belüftung und direkten Zugang zur umliegenden Landschaft als Reaktion auf die Affinität der Schule zu den Prinzipien der Waldschulbildung.

Als Teil eines von der Baufirma Morgan Sindall geleiteten Teams arbeitete dRMM mit dem Cambridgeshire County Council (CCC) und der Diamond Learning Partnership Trust (DLPT) an der Entwicklung der Vision. Diese sah eine dreizügige Grundschule für bis zu 708 Kinder vor, einschließlich einer Kindertagesstätte, die bei Bedarf eigenständig betrieben werden konnte. Die 3615 m² große Schule wurde 2021 nach einem 14-monatigen Bauzeitplan trotz der Einschränkungen der Pandemie fertiggestellt.

Es galt, eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen, und Kalzips umfangreiche Erfahrung war sicherlich an zahlreichen Stellen gefragt. Als Ergebnis wurde Kalzip von Morgan Sindall mit dem „Perfect Delivery“-Preis für das Projekt Wintringham Primary Academy ausgezeichnet. Wintringham erhielt außerdem den RIBA East Regional Award und den RIBA East Sustainability Award im Jahr 2022 und wurde bei den Structural Timber Awards hoch gelobt.


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Hangar Modernisierung für Luftschiff Theo in Mülheim an der Ruhr

13. März 2023/in News, Projekt des Monats, Projekte
Ein Hangar für Theo

Ruhestand im Gold-Standard für „Theo“ das Luftschiff

Das Luftschiff „Theo“ gilt als inoffizielles Maskottchen des Ruhrgebietes, zog dieses Luftschiff doch fast 50 Jahre lang seine Kreise über die Ruhrmetropolen. 2024 geht das fahrende Wahrzeichen nun in den wohlverdienten Ruhestand. Damit sich „Theo“ in Zukunft auch auf dem Boden wohlfühlt, wurde nun sein alter Hangar vergrößert, saniert, modernisiert und auf den neuesten ökologischen Standard gehoben.

Der neue, klimaneutrale Multifunktionshangar kann nun auch als Veranstaltungsort für 1500 Personen genutzt werden, übertrifft alle baulichen und statischen Anforderungen bei geringstem Wartungsaufwand und ist unvergleichbar langlebig. Richtig, das klingt nach einem Kalzip-Projekt. Dass sich Kalzip dieser ungewöhnlichen Herausforderung stellen konnte, ermöglichte ein Expertengremium des internationalen Verbandes für Metallleichtbau, das sich dafür aussprach, dass nur eine Gebäudehülle aus 95% recyceltem Aluminium – Stehfalzprofilen die umfangreichen Klimaneutralitätsanforderungen des Baukonzepts erfüllen kann. Dieses sah ein klimaneutrales Gebäude vor, das den Anforderungen des Gold-Standards der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen entspricht. Aber wer Kalzip kennt, weiß, dass es genau diese Art von Herausforderung ist, die das Unternehmen antreibt.

 

Eine 6.500 m2 große Maßanfertigung aus 557.000 Kilo Holz und 1.500 Holzbauteilen.

Da die Trägerkonstruktion des neuen Hangars ausschließlich aus Holz bestand, erfolgte 2022 keine Grundsteinlegung, sondern eine „Grundholzlegung“. Der Begriff passt gut, denn es wurden insgesamt 557t Holz aus heimischen Wäldern als nachhaltiger und nachwachsender Baustoff für das Tragwerk verwendet. Die Besonderheit dieses spektakulären Tragwerks ist, dass die insgesamt 592 Knotenpunkte ohne ein einziges Stück Stahl in den haupttragenden Bereichen zusammengefügt wurden – und das bei einer Fachwerkkonstruktionsspannweite von 42m. Das erforderte nicht nur enormen körperlichen Einsatz und umfangreiche, baupraktische Erfahrung eines eingespielten Teams aus Spezialisten, sondern bei 6500 m2 auch unzählige Arbeitsschritte.

Insgesamt wurden rund 1500 Holzbauteile millimetergenau gefertigt und montiert. Voraussetzung für die fachgerechte und effiziente Verlegung der Profilbahnen in luftiger Höhe war nicht nur die anspruchsvolle, dreidimensionale Planung und Fertigung der konisch profilierten und gerundeten Aluminiumprofile im Vorfeld, sondern auch die präzise Montage sämtlicher Befestigungselemente, sowohl im langgestreckten, einfach gewölbten Bereich, als auch an den als Viertelkugel, dreidimensional geformten Hallenendungen. Durch die kuppelförmige Form des neuen Hangars bestand keine Möglichkeit, Gerüste zu errichten, daher mussten die Aluminiumbahnen mit mobilen Arbeitsbühnen in luftiger Höhe montiert werden. Das erforderte individuelle Schutzkleidung, eine Seilsicherung und ein Sicherheitsnetz als Absturzsicherung.

Ein System – viele Lösungen.

Die komplexen ökologischen Anforderungen und die besondere Gebäudegeometrie erfordern ein flexibles System, dass allen Herausforderungen gewachsen ist und sich ihnen anpasst. Das Unterkonstruktionssystem FlexiCon RR80 von Kalzip übertrifft diese Anforderungen. Es gleicht in Kombination mit dem installierten Aluminium-Stehfalzprofil vorhandene Höhenunterschiede im Traggrund aus und garantiert zudem noch eine effiziente Montage, denn die Verlegung der Aluminiumprofiltafeln und deren Dämmung erfolgen in einem Arbeitsschritt. Um eine zwängungsfreie, temperaturbedingte Dehnbewegung der Profiltafeln sicherzustellen, wurde der Halteklipp der Stehfalzprofile bei der Montage auf dem Sattel dreidimensional ausgerichtet. Das speziell von Kalzip entwickelte System kommt auch bei Kuppeldächern, Faultürmen oder anderen dreidimensionalen Gebäuden zum Einsatz.

Das System FlexiCon ermöglicht, dass die Aluminiumbahnen sowohl horizontal als auch vertikal mit gleichmäßiger Rundung angebracht werden können. Ein wichtiges, optisches Merkmal des Luftschiffhangars. Ein weiterer Vorteil des verwendeten Verbundklippsystems ist, dass keine Wärmebrücken entstehen und somit der Wärmedurchgang nur durch die Dämmung bestimmt wird.
Die Wärmedämmdicke kann durch Distanzkappen flexibel angepasst werden, die Schutzgasverschweißung der überlappenden Profilbahnquerstöße schützt im letzten Arbeitsschritt die fertiggestellten Bereiche vor Niederschlag. Rundum durchdacht, gedämmt und dicht, wir sind uns sicher: das freut Theo.

 

Von Anfang bis Ende ein grüner Faden

Theo ist auch stolz auf die Ökobilanz seines neuen Multifunktionshangars. Schon zu Beginn der Bauarbeiten wurden 8000m3 Aushub vor Ort zerkleinert und dem Projekt als Fundament wieder zurückgeführt. Die gezielte Verwendung ressourcenschonender Materialien und die Wiederverwendung von Baustoffen haben insgesamt über 156t CO2 eingespart. Die zwei, je 400m2 großen und 72t (ohne Aluminiumdeckung) schweren Torflügel werden durch vier 80PS starke E-Motoren bewegt. Die Aluminiumdeckung lässt sich nach Ablauf der Nutzungszeit problemlos zurückbauen und dem Recycling-Kreislauf hinzufügen oder sie wird an geeigneten Gebäudebereichen wieder- und weiterverwendet.

Durch diese zukunftsorientierte Bauweise ist nachhaltig sichergestellt, dass Theo und seine Besucher aller Generationen auch noch in vielen Jahren Freude an seinem neuen Hangar haben werden.

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Interview zum Nordkopf Tower in Wolfsburg

13. Februar 2023/in Architektur, News, Projekt des Monats
Kalzip – Interview mit Jens Sperber, GF der Sperber Klempner GmbH

Achtundfünfzigtausend Aluminium-Schindeln

Mit der Firma Sperber Klempner GmbH & Co. KG hat sich Jens Sperber Anfang der 90er Jahre selbstständig gemacht. Das Familienunternehmen ist in den letzten Jahren ein Spezialist für handwerkliche und industrielle Metallbedachungen und Fassadenbekleidungen aller Art geworden. Mit seinen 15 Mitarbeitern realisiert der Fachbetrieb viele Projekte.

Mit dem Nordkopf-Tower in Wolfsburg konnte der Kalzip-Premiumpartner aus Unterwellenborn, Thüringen nun ein Ausnahmeprojekt realisieren. Als Fassadenverkleidung kamen Aluminiumschindeln mit der Beschichtung Titan eloxiert von Kalzip zum Einsatz.

 

Herr Sperber, Ihre Firma verantwortet verschiedenste Projekte deutschlandweit – vom Einfamilienhaus bis zu Großprojekten. Wie ordnet sich der Nordkopf-Tower in Ihre Referenzen ein?

Sperber: Der Nordkopf-Tower ist ein außergewöhnliches Projekt, dass so in der Größenordnung und Beschaffenheit für unsere Firma bisher einzigartig war. Um es in Zahlen auszudrücken: Wir reden hier von zwei Bauabschnitten mit etwa 5.875 m2 Fassadenfläche, die vollständig mit Schindeln aus Aluminium verkleidet ist.

Unser Team musste dabei die Fassadenfläche mit eigens dafür angeschaffter Lasertechnik einmessen. Allein in diesem aufwendigen Vorgang, der Planung und dem Messen, stecken etwa 1000 Arbeitsstunden. Schlussendlich wurden insgesamt rund 58.500 einzeln gefertigte Schindeln am Projekt montiert.

 

Welche Herausforderungen gab es bei dem Projekt und wie haben Sie diese gelöst?

Sperber: Die Vorgaben und Wünsche der Architekten hinsichtlich der Anordnung der Schindeln hat uns vor planerische Herausforderungen gestellt. Die Schindeln sollten die Maße des geplanten Baukörpers so aufnehmen, dass alle An- und Abschlüsse mit einer ganzen Schindel aufgehen. Wir mussten also zunächst die Schindel auf die Gebäudehülle projizieren, dabei nicht nur auf die Fassadenmaße achten, sondern auch alle Fenster in Höhe und Breite einkalkulieren.

Gemeinsam mit Hans-Jürgen Löffler, der bei uns die Planungen von Projekten übernimmt, haben wir eine 3D-Planung erstellt – ohne diese Zusammenarbeit hätten wir das Projekt nicht verschnittfrei realisieren können. Es wurde vor Ort nicht eine einzige Schindel geschnitten oder angepasst, dank der hervorragenden Vorplanung.

 

Sie hatten bereits erwähnt, dass die Schindeln einzeln gefertigt wurden. Gab es hier keine maschinelle Lösung?

Sperber: Nach unseren Bemessungen und der Projizierung auf die Fassadenfläche sowie etlichen Mockups, mussten die Schindeln in einem Sondermaß von 320 x 345 mm gefertigt werden. Bei diesem Projekt haben wir die kompletten Schindeln, trotz vieler Bedenken der Beteiligten, von der Verarbeitung bis hin zur Montage ohne Schutzfolie verarbeitet, dies wäre maschinell nicht möglich gewesen. Auch unter dem Aspekt des deutlichen Mehraufwandes mit dem Abziehen der Folie und vor allem auch dem Sondermüll auf der Baustelle haben wir die Schindeln des 1. Bauabschnittes in Handarbeit in einer Behindertenwerkstatt in Fambach kanten und fertigen lassen.

Die Schindeln für den zweiten Bauabschnitt haben wir bei uns im Unternehmen gefertigt. Das Titansilber ist zudem eine sehr kratzfeste harte Farbe, also war das Risiko, dass wahrnehmbare Kratzer entstehen sehr gering. Der Bauherr hatte das Ziel, das gesamte Bauvorhaben nachhaltig zu realisieren und letztlich auch das Zertifikat Gold von der DGNB für die Umsetzung erhalten.

 

Das Gebäude besteht aus einem Altbau, der um einen neuen Gebäudeteil ergänzt wurde, mit dem Ziel, dass dieser Umstand später nicht mehr sichtbar ist. Worauf musste bei der Ausführung geachtet werden, damit beide Gebäudeteile visuell miteinander verschmelzen?

Sperber: In der Planung war es weniger problematisch als in der Ausführung, da alle Maße vom Neubau vorlagen. Nach der Entkernung vom alten Gebäude hatten wir dann plötzlich einen Unterschied von 6 Zentimetern auszugleichen.

Gleichzeitig sollten die Ecken des Gebäudes nicht etwa mit Winkelleisten abschließen, sondern ebenfalls mit im Raster gekanteten Schindeln, sodass sich hier kein Spielraum ergab. Unser einziger Vorteil: Die Schindeln sollten sich jeweils etwa zur Hälfte überlappen, um die geschuppte Struktur in der Fläche zu erzielen. So konnte das Team sozusagen mit einem gewissen Verschiebungsraum arbeiten und die ungeplanten 6 cm Unterschied ausgleichen.

 

Welchen Einfluss hat Ihrer Ansicht nach die Fassade auf das Gesamtbauwerk?

Sperber: Sowohl die Verlegerichtung als auch die Farbgebung tragen zum Flächenbild bei. Je nach Blickwinkel zeigt sich die metallische Oberfläche in einem anderen Erscheinungsbild. Mal sind es die quadratischen Umrisse der Bekleidungselemente, mal ein durchgehendes flächiges Treppenmuster im Blickfeld. Durch die titanfarbene Beschichtung und den Glanzgrad der Aluminiumschindeln reflektiert das Gebäude die umgebene Lichtsituation. Außerdem sind die Fluchten so gestaltet, dass sich das Gebäude in seine städtebauliche Umgebung einfügt.

 

Welche Erinnerung ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Sperber: Für unsere Firma ein besonderes Highlight: Die Architekten des Nordkopf Towers haben uns zur Biennale 2018 in Venedig eingeladen. Den Raum, in dem auch das Modell ausgestellt wurde, haben wir mit eigens dafür angefertigten Schindeln verkleidet. Außerdem wurde dem Bauvorhaben von German Architects der Titel „Bau des Jahres 2018“ verliehen.

 

Herr Sperber, vielen Dank für das Interview!

 

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